Wirtschaftsdemokratie
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Verteilungsfragen haben in der Ökonomie schon immer eine große und herausragende Rolle gespielt. Die Beschäftigten wollen für ihre Arbeit möglichst viel Lohn und die Unternehmer so wenig wie möglich bezahlen. Unter globalisierten und liberalisierten Märkten hat sich dieser Verteilungskonflikt sogar nachhaltig verschärft. Die völlig überarbeitete und erweiterte 2. Auflage untersucht diesen Verteilungskonflikt sowohl im theoretischen als auch im praktischen tarifpolitischen Duktus. Hierbei werden sowohl volks- und betriebswirtschaftliche sowie verteilungspolitische Aspekte beleuchtet. Das Lehrbuch wendet sich vorwiegend an Studierende aber auch an Lernende im Bereich der Erwachsenenbildung sowie an Tarifexperten der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände.
Arbeit und Arbeitszeit sind in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit sowohl belastend als auch sinnstiftend und zugleich einem ständigen Konflikt unterworfen. Wie gehen wir damit unter kapitalistischen Produktions- und Verwertungsbedingungen um? Wer verfügt zu welchem Zweck über die menschliche Arbeitszeit? „Arbeitszeitverkürzungen – seit langem politisch überfällig – sind ökonomisch machbar. Sie verlangen eine aktive Solidarität im Arbeitnehmerlager (insbesondere mit den Arbeitslosen) und darüber hinaus auch in den sozialen Bewegungen. Ohne diese Solidarität wird es nicht zu arbeitsmarktwirksamen Arbeitszeitverkürzungen und damit zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit kommen.“
Plädoyer für eine demokratische Wirtschaft - Fünfte Auflage
Für die Risiken von Großbanken, Versicherungen und Pensionsfonds, die mit ihren Spekulationen 2007 ff. die schwerste und bis heute fortschwelende Krise seit Jahrzehnten ausgelöst haben und sie weiterhin anheizen, darf der Staat gerade stehen. Trotzdem gelten Liberalisierung und Privatisierung nach wie vor als Heilsbringer der Wirtschaftspolitik, gerade so, als sei nichts passiert. Die Ergebnisse sind erschreckend: Anhaltende Massenarbeitslosigkeit, fortschreitender Sozialabbau, um sich greifende Prekarisierung. Demgegenüber bietet Heinz-J. Bontrup auf der Basis einer fundierten einzel- und gesamtwirtschaftlichen Analyse ein Konzept, das weit über die Krise hinausweist: Eine demokratisierte Wirtschaft, die den allgemeinen Wohlstand erhöht und nicht nur den Reichtum einer kleinen Schicht mehrt. Wer sich auf Bontrups Standardwerk einlasse, schrieb die »Frankfurter Rundschau« zur 1. Auflage, werde »reichlich mit Erkenntnisgewinn und Argumentationskompetenz belohnt.« Für die 6. Auflage wurde das Buch um eine ausführliche aktuelle Einleitung, unter Einbeziehung der Folgen der Covid-Pandemie, ergänzt.