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Gottfried Kerscher

    17 augustus 1954
    Benedictus Antelami oder das Baptisterium von Parma
    Kopfräume
    Architektur als Repräsentation
    Hagiograhie und Kunst
    • 2000

      Im späten Mittelalter entwickelte sich die Palastbaukunst zu einer repräsentativen Architektur, die viele Merkmale des späteren Renaissance-Palastbaus vorwegnahm. Ein entscheidender Faktor war das sich wandelnde Hofzeremoniell, das nun auch architektonische Elemente einbezog, während es zuvor auf Bereiche wie Kleidung und Feste beschränkt war. Diese Entwicklung begann am päpstlichen Hof in Avignon, was von Zeitgenossen sowohl diskutiert als auch kritisiert wurde. In Avignon entstanden Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf das Selbstverständnis des Papsttums, das sich als Führer der Christenheit und als weltliche Macht etablieren wollte. Dies führte zu einer neuen Bauaufgabe, die mit der schrittweisen Veränderung des Papstpalastes begann. Inspiration kam nicht von früheren päpstlichen Palästen, sondern von der Peripherie, insbesondere dem kleinen, prosperierenden Königreich Mallorca, dessen Einfluss bis nahe an Avignon reichte. Die Bautätigkeit des Kardinallegaten Ägidius Albornoz, der Paläste in verschiedenen Städten errichten ließ, zeigt, dass diese nicht mehr Festungen, sondern Residenzen nach avignonesischem Vorbild waren. Die Ähnlichkeiten waren struktureller Natur, und um dem neuen Zeremoniell gerecht zu werden, wurde ein einheitliches Raumprogramm auf die verschiedenen Palastbauten übertragen, die nun die repräsentativen Architekturelemente beinhalteten.

      Architektur als Repräsentation
    • 2000

      Der Begriff ist zwar neu, doch das Virtuelle an sich ist ein bekanntes Phänomen: Mehr als hundert imaginäre Gräber Christi gab es im Mittelalter, die vom Betrachter mit der Realität zu einer kompakten Einheit verschmolzen wurden. Der Begriff des Virtuellen mag neu sein, aber er ist auf viele Kunstwerke anwendbar - von Palästen im 14. Jahrhundert über die Architektur eines Mies van der Rohe bis hin zu den Filmen Andrej Tarkowskijs. Glaspalast und Bacardi-Werbung, historische Panoramen und Cyberspace - ein Abenteuer des Geistes. Presse: 'Wer glaubt, er hätte verstanden, was Raum ist, dem sei diese Lektüre empfohlen; allen anderen sowieso.' DBZ Deutsche BauZeitschrift 'Mediengeübte Weltenbummler ziehen aus Kerschers Ausführungen Gewinn. In 15 abgeschlossenen Kapiteln betrachtet der Autor aus der Nahsicht, wie die Industrie virtuelle Räume auf der Grundlage von Emotionen und Bildern, die man mit wirklichen Städten und Stränden verbindet, nachbaut - und schürt damit Fernweh.' Frankfurter Rundschau

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