Die Emotionsgeschichte hat sich als faszinierendes Fach in der modernen Geschichtswissenschaft etabliert. Angelos Chaniotis, ein renommierter Althistoriker, untersucht in seiner neuen Arbeit die Bedeutung von Emotionen in der griechischen Antike. Er zeigt, dass Gefühle wie Liebe, Hoffnung, Angst, Zorn, Fürsorge, Mitgefühl und Ekel seit jeher Gemeinschaften geprägt haben und bereits damals zur Beeinflussung politischer Verhältnisse genutzt wurden. Ein Beispiel ist die Reaktion der Spartaner nach der Niederlage in Leuktra im Jahr 371 v. Chr., als die Ephoren den Witwen befahlen, ihre Trauer still zu ertragen, während die Angehörigen der Gefallenen am nächsten Tag mit strahlenden Gesichtern umhergingen. Chaniotis verdeutlicht, wie Emotionen zur Schaffung von Erzählungen beitrugen, die für den sozialen Zusammenhalt entscheidend waren. Das wachsende Interesse an Emotionen erstreckt sich über alle Geisteswissenschaften bis hin zur Alten Geschichte und Archäologie. Indem wir die Rolle sinnlicher und emotionaler Impulse in unserem Handeln anerkennen, eröffnet sich ein neues Analysefeld, das durch zahlreiche aktuelle Studien gestützt wird. Chaniotis, der am Institute of Advanced Study in Princeton forscht, hat die neuesten Erkenntnisse in seiner Arbeit zusammengetragen und lädt ein, seine brillante Analyse zu entdecken.
Angelos Chaniōtēs Volgorde van de boeken (chronologisch)
Angelos Chaniotis is hoogleraar Oude Geschiedenis en Klassieke Talen aan het Institute for Advanced Study in Princeton. Zijn werk richt zich op een dieper begrip van de antieke wereld.



Die Öffnung der Welt
Eine Globalgeschichte des Hellenismus
Alexander der Große öffnete die Grenzen nach Osten, bis ans Ende der Welt, bis nach Indien. Mit ihm beginnt die Vernetzung großer Teile Europas, Asiens und Nordafrikas und das lange Zeitalter des Hellenismus. Bis in das Rom Kaiser Hadrians im 2. Jh. n.Chr. verfolgt Angelos Chaniotis die Spuren des kulturellen Austauschs, der Europa bis heute prägt.
Angelos Chaniotis bietet eine gut lesbare Einführung in Geschichte und Kultur Kretas vom 3.Jahrtausendv. Chr. bis zur Spätantike. Er erläutert die Grundzüge der minoischen Hochkultur, beschreibt die Einwanderung der griechischen Stämme, die orientalischen Einflüsse auf die Entwicklung Kretas sowie Staat und Gesellschaft auf Kreta in archaischer und klassischer Zeit. Die Darstellung Kretas im Hellenismus als Pirateninsel und die Zeit der Insel unter römischer Verwaltung beschließen den Band.