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Kesten Hermann

    28 januari 1900 – 3 mei 1996
    Kesten Hermann
    Die fremden Götter
    Der Scharlatan
    Die Kinder von Gernika
    Die Erzählungen
    Sieg der Dämonen
    Dichter im Café
    • Sämtliche Erzählungen des »größten Schriftstellers, den Österreich je hervorgebracht hat« (André Heller), in einer SonderausgabeJoseph Roth erlangte Weltruhm mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch. Die scharfe Beobachtungsgabe und minutiöse Prosa, die seine Romane und Feuilletons auszeichnen, lassen sich auch in seinen kunstvollen Erzählungen bewundern. Dieser Band präsentiert alle Geschichten Roths in einer besonderen Ausstattung, zum Sonderpreis und mit einem brillanten Nachwort von André Heller. Der chronologische Aufbau der zwischen 1916 und 1939 entstandenen Erzählungen vermittelt ein genaues Bild von der literarischen Entwicklung Joseph Roths: Der Bogen seiner Erzählkunst spannt sich vom Frühwerk Der Vorzugsschüler über Die Legende vom heiligen Trinker, »eine der schönsten Legenden, die im 20. Jahrhundert gedichtet wurde« (Marcel Reich-Ranicki), zur Novelle Der Leviathan, Roths letzter gleichnishafter Erzählung vom Korallenhändler Nissen Pizenik. Joseph Roth erzählt lauter alltägliche Geschichten, bevölkert von lauter traurigen Figuren, die lauter unglückliche Schicksale haben. Wie er diese Verliebten und Sonderlinge, diese Schmuggler und Rittmeister, Huren und Eisenbahner, Briefträger und Lehrer mit leichter Hand in unvergessliche Figuren verwandelt, grenzt an Zauberei und ist doch nichts als große Literatur.

      Die Erzählungen
      4,3
    • Carlos, ein Junge, der den Bombenangriffen entkommen war, schildert dem Erzähler das Leben in Gernika vom Beginn des spanischen Bürgerkrieges bis zur barbarischen Zerstörung der heiligen Stadt der Basken. Im kurzen zweiten Teil des Buches erzählt nun der Ich-Erzähler, ebenfalls Flüchtling in Paris, von seiner Hilflosigkeit und Getriebenheit.

      Die Kinder von Gernika
      4,0
    • Unsere Zeit

      Die schönsten deutschen Erzählungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Eine Antologie

      Unsere Zeit
    • Na osudech bývalých spolužáků z norimberského gymnazia autor předvádí, jak bylo možné, že se v Německu dostali k moci lidé bez zábran a ohledů. Centrem knihy je líčení vzestupu obyčejného, nijak nadaného člověka, který se díky vypočítavosti, podvodům a vraždám dostane na to místo vespolečnosti, které se rozhodl získat. Když svého cíle dosáhne, tváří se tento amorální kariérista jako ztělesnění altruismu, který všechno dělal v zájmu druhých. Kniha je velmi sugestivním obrazem duchovní atmosféry konce 20. let.

      Šarlatán
    • Die Abenteuer eines Moralisten

      • 254bladzijden
      • 9 uur lezen

      Es sind die dreißiger Jahre. An einem märkischen See verlieben sich der Student Franz und die junge Amerikanerin Silvia ineinander. Sie schmieden Heiratspläne. Als jedoch beide in einen politischen Mord verwickelt werden, muss sie Hals über Kopf aus Berlin fliehen. Erst zwei Jahre später treffen sie sich in Paris wieder. Sie schwören sich, ewig zusammen zu bleiben, doch das Schicksal reißt sie wieder auseinander. Zwölf Jahre vergehen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es ein Wiedersehen in Amerika: Franz ist inzwischen Professor für deutsche Literatur und noch immer ledig, Silvia ist mit einem amerikanischen Verleger verheiratet. Wieder sind sie voneinander bezaubert, abermals werden sie durch widrige Umstände auseinandergerissen. Im Frühling 1961 treffen sie sich zufällig als Touristen in Rom wieder, in ungebrochener Leidenschaft fühlen sie sich zueinander hingezogen. Glücksmomente und tragische Konflikte beginnen ein Wechselspiel. Sie werden erneut getrennt, geben sich aber das Versprechen in sieben Tagen zusammen zu kommen und nie wieder auseinander zu gehen. Ein zeitloser, ergreifender und zugleich satirischer Liebesroman über zwei Menschen, die vor dem Hintergrund dramatischer Ereignisse ihr Leben lang versuchen, zueinander zu finden.

      Die Abenteuer eines Moralisten
    • Meine Freunde, die Poeten

      • 336bladzijden
      • 12 uur lezen

      Stefan Zweig beschrieb ihn einmal als „Schutzheiligen aller über die Welt Versprengten“. Hermann Kesten kannte alle, über die er hier schreibt. Mit Joseph Roth und Heinrich Mann saß er 1934 in Nizza und diskutierte mit ihnen im Café Monnod auf der Place Masséna über den historischen Roman. Aus dieser „Ménage à trois“ sollten die drei größten historischen Romane des zwanzigsten Jahrhunderts hervorgehen. Mit Stefan Zweig verband ihn eine tiefe Freundschaft, ebenso eng befreundet war er ein Leben lang mit Erich Kästner, er empfand Hochachtung vor der literarischen Kunst Thomas Manns und bewunderte das damals aufstrebende Talent Irmgard Keun. Am 20. Mai 1949 schrieb sein guter Freund Klaus Mann an ihn: „Ich versuche, mich auf meinen neuen Roman zu konzentrieren.“ Es sollte der letzte Brief von Klaus Mann werden, einen Tag später starb er an einer Überdosis. Dieses Buch versammelt die großen literarischen Freunde und Freundinnen Hermann Kestens und ihre Werke, es erinnert an die Zeit des Exils, aber auch an jene versunkene Zeit, als Literatur noch in Kaffeehäusern entstand und debattiert wurde. Ein Buch, das förmlich Lust macht auf Entdeckungen und Wiederentdeckungen.

      Meine Freunde, die Poeten
    • Sieg der Dämonen

      Ferdinand und Isabella; Roman

      • 413bladzijden
      • 15 uur lezen

      Spanien im 15. Jahrhundert. Die Liebesgeschichte von Ferdinand, dem Märchenprinzen aus Aragon, und Isabella, der spanischen Königin, ist zärtlich und grausam, leidenschaftlich und voller Verhängnis für die ganze Welt. Königin Isabella, die sich für fromm und demütig hielt, errichtete eine Tyrannis und gewann an Macht, wie vor ihr keine Frau im Abendland. Sie stampfte Armeen aus dem Boden, ritt selbst in die Schlacht, sprach öffentlich Recht und überzog ihr Reich mit blutigem Schrecken, das seinen Höhepunkt in der Inquisition Torquemadas und mit der Ermordung bzw. Vertreibung der Juden aus Spanien fand. Ferdinand und Isabella entsandten den Abenteurer Kolumbus zur Eroberung eines Kolonialreiches, um ihn nach seinem Erfolg in Ketten zu legen. Die Kinder von Ferdinand und Isabella verweigerten sich der Nachfolge ihrer mächtigen Eltern, ihr Leben endete tragisch. Mit dramatischen Szenen, treffenden Porträts, Bildern zarter Poesie vor dem Fresko der Gewalt vermittelt uns Hermann Kesten ein Welttheater, das vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Tyrannis (das Buch wurde erstmals 1936 im Exil veröffentlicht) eine erschreckende Aktualität besaß.

      Sieg der Dämonen