Der Raum, in dem wir leben, vermittelt uns ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit und stiftet Identität. Wie haben Menschen in früheren Epochen den sie umgebenden Raum wahrgenommen? Wie empfanden sie die Räume, die sie durchquerten, wenn sie ihre gewohnte Umgebung verließen?
Axel Gotthard Boeken



Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) war einer der längsten und blutigsten Kriege der Weltgeschichte. Diese neue Einführung arbeitet die zentralen politischen Weichenstellungen und die militärischen Schlüsselereignisse übersichtlich heraus. Sie fragt insbesondere nach den Ursachen des Krieges, diskutiert die Frage nach der Schuld und zeichnet den langen Weg zum Frieden nach. Auch die Frage, wie es den damaligen Menschen gelang, den Zeitumständen Sinn abzutrotzen und ihren mentalen Haushalt im Lot zu halten, wird thematisiert. Kurze prägnante Überblicksdarstellungen zu den wichtigen militärischen Ereignissen wechseln sich mit anschaulichen Vertiefungen ab, die über die damalige Kriegsführung, die Rolle der Söldnerheere und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung informieren.
Das Alte Reich 1495-1806
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Das 'Alte Reich' war ein wundersames Gebilde. Nach seinem Untergang 1806 meist geringschätzig betrachtet, sind seine Aufgaben und Funktionsweisen oft nur schwer zu verstehen. Anders als der moderne Nationalstaat war es strukturell nichtangriffsfähig, besaß im Grunde keinen eigenen Verwaltungsapparat oder Truppen. Sein Ziel waren Ausgleich, Stabilität und Friedenswahrung. Axel Gotthard erläutert klar und strukturiert die geschriebenen wie die ungeschriebenen Regeln des ‘Alten Reichs’, stellt seine wichtigsten Organe vor und fasst die zentralen Themen und Grundmuster seiner Geschichte zusammen. In Fünfzigjahresschritten von 1500 bis 1800 skizziert er die wesentlichen Themen, Probleme und Veränderungen des Reichs.