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Walter Manoschek

    21 augustus 1957
    Der Fall Rechnitz
    Verschwunden
    "Es gibt nur eines für das Judentum: Vernichtung"
    Die Wehrmacht im Rassenkrieg
    • Der Fall Rechnitz

      Das Massaker an Juden im März 1945

      • 266bladzijden
      • 10 uur lezen

      Das Buch behandelt den Mord an etwa 200 ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern in Rechnitz, Österreich, wenige Tage vor dem Einmarsch der Roten Armee im März 1945. Herausgeber Manoschek leistet eine wissenschaftliche Aufarbeitung eines Verbrechens, das lange Zeit ignoriert oder als Einzelfall abgetan wurde, obwohl es den Beginn einer Serie von Massenverbrechen an Zwangsarbeitern markiert. Elfriede Jelinek beschreibt in ihrem Vorwort, dass sie ein Theaterstück über dieses kaum bekannte Thema verfasst hat. Der Volksgerichtsprozess von 1948 konnte nicht klären, wer an dem Verbrechen beteiligt war. Das Buch rekonstruiert nicht nur die Ereignisse der Nacht des 24. März 1945, sondern analysiert auch, wie die österreichische Gesellschaft in den letzten sechs Jahrzehnten mit diesem Massaker umgegangen ist. Viele Einheimische waren involviert, und eine offene Auseinandersetzung fand bis heute nicht statt. Das Massaker wird als Teil eines größeren Phänomens betrachtet, das mit der systematischen Tötung von jüdischen Zwangsarbeitern zusammenhängt. Die Analyse der Gerichtsunterlagen zeigt, dass der angenommene Tathergang unvollständig ist und es Hinweise auf eine organisierte Aktion gibt. Die Suche nach den Gräbern der Ermordeten bleibt erfolglos, während Manoschek auch nach den Lebensgeschichten der Opfer fragt und die Verantwortung der Gemeinschaft beleuchtet.

      Der Fall Rechnitz