Spolien sind gezielt und daher in der Regel sichtbar wiederverwendete Bauteile. Im weiten Feld der Wiederverwendung in der Architektur besetzen sie jenen Sektor, der mit besonderen Gestaltungs- und Bedeutungsabsichten verbunden ist. Durch ihre meist sichtbare Differenz zum übrigen Bau regen sie dazu an, diesen mit weiteren Bedeutungen anzureichern. Mit der Rückkehr von Ornament und Geschichte in die zeitgenössische Architektur hat auch die Spolienverwendung wieder zugenommen. Sind Spolien bisher entweder für die spätantike und mittelalterliche Architektur oder - sehr viel seltener - für die der Moderne untersucht worden, werden hier erstmals Phänomene der Spolienverwendung über die Epochen hinweg miteinander in Beziehung gesetzt. Neben kulturwissenschaftlichen Aspekten wird in diesem Band die Rolle von Spolien im Entwurfsprozess beleuchtet.
Rudolf Meier Boeken






Instabile Konstruktionen
Interdisziplinäre Forschungen zu »Identität und Erbe«
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Altstadtplatten - "Komplexe Rekonstruktion" in den Innenstädten von Erfurt und Halle
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Als sich gegen Ende der 1970er-Jahre Planer und Architekten in der DDR den Stadtzentren zuwandten, waren im Rahmen der 'komplexen Rekonstruktion' neben der Sanierung und Modernisierung des Bestandes auch Neubauten zu planen. Dafür stand jedoch nur die für den Siedlungsbau entwickelte Plattenbauweise zur Verfügung, die nun an den innerstädtischen Kontext angepasst werden musste. Mit diesen modifizierten 'Altstadtplatten' beschäftigt sich der vorliegende Band. Im ersten Teil wird die Entwicklung eines Funktionsmusterbaus für die Stadterneuerung in der Nördlichen Altstadt in Erfurt betrachtet. Der zweite Teil widmet ich einem innerstädtischen Baugebiet in Halle an der Saale. An diesem Beispiel lässt sich auch die Frage nach einer Postmoderne in der DDR diskutieren. Neben der baugeschichtlichen Aufarbeitung verweisen die Arbeiten darüber hinaus auf den heutigen Umgang mit den Ensembles dieser Zeit und betrachten mögliche Denkmalwerte der Gebäude.
Für irdischen Ruhm und himmlischen Lohn
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Als einer der wenigen Museumsneubauten der DDR zwischen 1984 und 1988 errichtet, steht das Gebäude in der Weimarer Altstadt für eine selbstverständliche Architektur öffentlicher Bauten, die Stadt und Bau als einander ergänzende Teile eines Ganzen versteht. In der sich „die Anfänge einer neuen Baugesinnung“ zeigen, die „noch nicht von der Vermarktungssucht nach dem Auffälligen beherrscht wurde.“ (Olaf Weber) Vor dem Hintergrund eines wachsenden Bewusstseins für das Erbe der „Ostmoderne“ und die denkmalpflegerische Behandlung ihrer Bauten, steht das Schillermuseum beispielhaft für einen Wertewandel der Denkmalpflege: Im August 2017 ist das Schillermuseum für schutzwürdig erkannt und im März 2018 in das Denkmalbuch des Landes Thüringen eingetragen worden. „Das Schillermuseum in Weimar“ präsentiert erstmalig umfassend die Genese des Projekts, trägt bislang unbekanntes Archivmaterial zusammen und lässt zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen. Neben der Dokumentation der Planungs- und Baugeschichte des Hauses selbst, sucht das Buch so auch nach einer Einordnung des Projekts in internationale Strömungen und thematisiert die Frage nach einer spezifischen (p)ostmodernen Sprache und diskursiven Architekturpraxis der DDR.
Welche Denkmale welcher Moderne?
Zum Umgang mit Bauten der 1960er und 70er Jahre
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Noch immer gelten Kirche, Schloss und Fachwerkhaus als Inbegriff des Baudenkmals. Doch wie steht es mit Großwohnsiedlungen, Einkaufszentren oder Campus-Unis? Seit gut zwei Jahrzehnten nimmt die Denkmalpflege in ganz Europa die Bauten der Jahre zwischen 1960 und 1980 verstärkt in den Fokus. Dennoch bleiben sie ein schwieriges Erbe: oft zu groß, schwer zu nutzen und in schlechtem Zustand. So droht die Architektur einer ganzen Generation zu verschwinden, bevor sich die Gesellschaft ihrer potenziellen historischen oder künstlerischen Bedeutung bewusst werden konnte. Welche Werte und Wahrnehmungen knüpfen sich an die Architektur der späten Moderne? Mit welchen Begründungen und Inventarisationsstrategien gelangen Bauten dieser Zeit auf die Denkmallisten? Diesen Fragen geht der Band erstmals im europäischen Vergleich und in interdisziplinärer Perspektive nach. Eine Sammlung von Fallbeispielen ergänzt den Einblick in die Denkmaldebatten um die Spätmoderne.
Das Basler Münster
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Das Basler Münster zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten am Oberrhein und ist geprägt von Romanik und Gotik. Über einen Zeitraum von etwa 500 Jahren entstanden, vereint es die Merkmale der ehemaligen Bischofskirche und heutigen Hauptkirche der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Der Münsterbaumeister Peter Burckhardt hatte den Wunsch, die Schönheit dieses Bauwerks in einem Bildband einem breiten Publikum näherzubringen und die Reihe von Münsterfotobänden des 20. Jahrhunderts fortzusetzen. Wichtige Publikationen aus den Jahren 1939, 1949, 1961 und 1982 dokumentieren die Renovationen des Münsters. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Münsterbauhütte im Jahr 2006 entstand der vorliegende Band, herausgegeben von Dorothea Schwinn Schürmann, Hans-Rudolf Meier und Erik Schmidt. Die 160-seitige Publikation enthält etwa 165 Farb- und Schwarzweißbilder, begleitet von einem kurzen Textteil zur Baugeschichte und Würdigung des Münsters. Der Bildteil umfasst 127 Seiten mit Fotografien von Erik Schmidt, der das Münster seit den 1970er Jahren dokumentiert. Neben der Ansprache einer breiten Leserschaft werden auch neue Forschungsergebnisse zu spätromanischer Fugenmalerei, gotischen Monumentalskulpturen und dem Bischofsstuhl präsentiert. Ziel ist es, Architektur-, Skulptur- und Mittelalterliebhabern Einblicke in die Bildwelt des Münsters zu gewähren.
Romanische Schweiz
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Enth. u. a. (S. 297-307): Die sogenannten "Thunerseekirchen": Amsoldingen, Einigen, Spiez. - S. 380-381: Meiringen : die Kirche St. Michael. - Trad. française: Suisse romane.

