...und dennoch liebt mich das Leben
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Die Autorin blickt mit viel Humor auf ihr Leben zurück, in dem Männer das Salz in der Suppe waren.
Der Lebensweg eines Bauernsohnes aus Hinterpommern, der nach dem 1. Weltkrieg sein Glück in Berlin suchte, fand, verlor und wieder suchte. Auch die Geschichte seiner Familie.
Acht Frauen im Alter von siebzig bis dreiundneunzig Jahren aus Ost und West erzählen ihre Lebensgeschichten. Die Berliner Buchautorin Marianne Blasinski hat sie aufgeschrieben und dabei die Stilistik und den individuellen Duktus des gesprochenen Wortes in den Interviews zum großen Teil beibehalten, um die Authentizität zu erhalten. Ein vielfarbiges Spektrum der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts eröffnet sich dem Leser, in der die Frauen generell noch sehr unterschiedliche Rollen im Beruf und Familie zu spielen hatten. Amüsante und nachdenkliche Geschichten, die zwischen der Weimarer Republik bis zur Gegenwart spielen, wechseln sich in diesem Buch ab.
1946 werden in Tegel der Junge Pierre und in Weißensee das Mädchen Sonja geboren. Die Mütter der beiden sind Cousinen, und von den Vätern ist der eine Franzose und der andere Russe. Die Mütter ziehen beide Kinder allein groß - was für beide gleich schwer ist, zumindest bis 1949. Erst nach der Währungsreform beginnt sich die wirtschaftliche Situation im Westteil zu normalisieren, woran letztlich auch Sonja teilhat, denn Pierres Mutter unterstützt ihre Cousine nach Kräften. Die beiden Kinder werden gemeinsam groß, besuchen gemeinsam ein Gymnasium im Westteil der Stadt und finden sich auch sonst ganz sympathisch. Ehe sie ihr Glück jedoch genießen können, sind sie bereits wieder getrennt. Denn zwischen ihnen ist über Nacht eine Mauer gewachsen, die - scheinbar - unüberwindlich ist.§Marianne Blasinski erzählt in ihrem Roman die uralte und doch ewig neue Geschichte von zwei Liebenden, die nicht zueinander kommen können.