Eine globalisierte Wirtschaft fördert die freie unternehmerische Entfaltung und erfordert risikobereites Handeln. Intrapreneure und Entrepreneure sind gefragter denn je. Wissenschaft und Hochschulen erkennen zunehmend den gesellschaftlichen Nutzen des Unternehmertums. Es existieren zahlreiche wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studien zur Qualifizierung und Persönlichkeitsentwicklung erfolgreicher Unternehmer. Diese Aspekte sind auch zentrale Anliegen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Dr. Udo Neugebauer untersucht in seiner Studie die wirtschaftswissenschaftlichen Perspektiven auf das Unternehmertum und verknüpft sie mit berufs- und wirtschaftspädagogischen Ansätzen. Das Ziel ist die Entwicklung einer 'ganzheitlichen' Unternehmerpersönlichkeit, die verantwortungsbewusst handelt. Der Autor hat Werkstofftechnik an der FH Aalen studiert und anschließend Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Stuttgart, Bern und Wien mit einem Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nach seiner Referententätigkeit beim Bildungswerk der baden-württembergischen Wirtschaft und einer wissenschaftlichen Assistenz an der Universität Stuttgart promovierte er 1994. Er erhielt 1996 den Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik und ist derzeit im beruflichen Schuldienst tätig.
Udo Neugebauer Volgorde van de boeken


- 2002
- 1994
Ethik ist ein Thema, das in der Betriebswirtschaftslehre in periodischen Abständen immer wieder auftritt. Es ist sowohl in den englischsprachigen Publikationen (unter business oder management ethics) als auch in der deutschsprachigen Fachliteratur (als Betriebs- und Unternehmensethik) vertreten. Ethik ist aber auch ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Viele Fachvertreter und Wirtschaftswissenschaftler halten ethische Fragen in einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung für schlicht überflüssig bzw. wissenschaftlich nicht lösbar. Ethik ist schließlich ein Thema, das auch die Unternehmensführung nicht kalt läßt. Unternehmensgrundsätze, Führungsphilosophien, Ethikkodizes stehen hoch im Kurs und werden von seiten der Unternehmensberater verstärkt ins Feld geführt. Ethik bedeutet nicht zuletzt auch eine Hoffnung für die Systemverlierer aller Couleur. Die geschädigte Umwelt und der gepeinigte Industrieanrainer genauso wie der kritische Verbraucher oder der freigesetzte Mitarbeiter erwarten von »ethischem« Wirtschaften eine Selbstheilung. Die Arbeit will auf dem Wege eines historischen Vergleichs ausgewählter Ansätze der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre dem Ethikthema systematisch nähertreten. Mittels aufschließender Analyse und vergleichender Synthese sollen weiterführende Erkenntnisse und praxisförderliche Schlußfolgerungen gewonnen werden. Ausgezeichnet mit dem Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik.