Wolfram Malte Fues Boeken






Fremdkörpersprachen
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In alternder Luft. Gedichte
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"In alternder Luft" ist eine geistige Achterbahnfahrt durch Poesie, Geschichte und Zukunft. Fues behandelt weitreichende Themen mit durchdachten Gedichten, die Fragen aufwerfen und zum Neudenken anregen, ohne definitive Antworten oder Behauptungen zu liefern.
Das Buch thematisiert die Abkehr von großen Theorien in der modernen Zeit und die Bedrohung des Erbes der europäischen Aufklärung. Es ruft dazu auf, sich an die universelle Intellektuelle zu erinnern, deren Lebensentwurf und -aufgabe von Bedeutung sind. Fragen zur Relevanz und Veränderung dieser Figur werden aufgeworfen.
Kuno Raebers Beschwörungen
Ein Gedichtzyklus im Dialog
Seinen letzten Gedichtband Abgewandt Zugewandt von 1985 eröffnet der Luzerner Autor Kuno Raeber (1922-1992) mit einem fünfteiligen Zyklus mit dem vieldeutigen Titel Beschwörung. Wolfram Malte Fues und Walter Morgenthaler tauschen sich zu Raebers hundertstem Geburtstag in einem offenen Disput über die Texte aus, die sich jeder einfachen Deutung verweigern, und über deren provokante Zusammenführung zu einem eigenständigen Zyklus. Das Buch präsentiert zugleich erstmals eine integrale Edition der nachgelassenen Manuskriptfassung, die fast 30 Gedichte beinhaltet. Zusätzlich ediert und konträr diskutiert wird ein nur in Raebers Notizbuch überlieferter zweiter Beschwörungs-Zyklus. In einer Beigabe berichtet Markus Hediger über seine denkwürdige Begegnung mit dem eigenwilligen Autor.
Enth. u. a.: S. 329-344: "Gaukler sein wäre schön." : Fritz Kochers Aufsätze : ein Modell subversiver Anpassung bei Robert Walser / Verena Ehrlich-Haefeli. Mit Anm. - S. 423-434: Dieses ewige Zur-Ruhe-Kommen : Überlegungen zum Werk von Gerhard Meier / Georg Geiger.
Nachdem wir die Farben erfunden haben, die Linien und Formen, das Abbild der menschlichen Existenz, ist es ihnen durchaus zuzumuten, uns zu erfinden, samt unseren Ideen und Vorstellungen. Das tun sie auch mit wahrer Kühnheit. Die Klangfarben, die Figuren und Formen der Poesie, das Abbild der menschlichen Existenz, stehen ihnen an Kühnheit nicht nach. Gemälde wie Gedichte sind Metaphern für die Wirklichkeit, Metaphern, welche sie jedoch weniger erhellen als verdunkeln, weil sie tiefer geht, als wir uns für gewöhnlich vorstellen. Welchem Bild wollen wir uns nun anvertrauen? Dem der Malerei oder dem der Poesie? Einem? Keinem? Beiden zugleich? (Frei nach William Gaddis, The Recognitions, New York 1955)
