Gender and Politics in Austrian Fiction
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These essays give new insight into the work of two Austrian writers exiled in the United "Charles Sealsfield," a runaway monk writing in English; and Ferdinand Kurnberger.






These essays give new insight into the work of two Austrian writers exiled in the United "Charles Sealsfield," a runaway monk writing in English; and Ferdinand Kurnberger.
Following the German annexation of Austria in 1938 and the intensified persecution of the Jews, the British and American governments relaxed their restrictions on immigration and issued entry visas to tens of thousands of German-speaking refugees. The resulting exodus can be seen as the most significant cultural migration of modern times. For the majority of the refugees from National Socialism came from educated backgrounds, and they included some of the most gifted members of the cultural elite.The remarkable contributions made by refugees from Austria to the cultural life of the English-speaking world form the subject of this book, which reviews the achievements both of refugee organisations and of outstanding individual authors, including Stefan Zweig, Erich Fried, Hilde Spiel, Josef Fraenkel, Felix Pollak and Elias Canetti. Their commitment to the struggle against fascism, exemplified by the political cartoons of Joseph Otto Flatter, also provided an inspiration for the restoration of Austrian independence after the defeat of Nazi Germany.
Refugees from National Socialism in the English-Speaking World
The volume presents a unique cross-section of contemporary research in the broad field of migration and exile studies. Its particular focus is on the manner in which ideas, methodologies, scholarship and innovation, developed in German-speaking Europe, were transferred to Britain and the USA after 1933. The transformative effect of this exodus of talent upon the host cultures, and the corresponding impact of the host cultures upon the refugees, helped produce the groundbreaking work of German-speaking refugees in diverse areas. The essays include surveys of the contributions of exiles to academic disciplines and to art and design, and fresh examinations of the work of prominent refugees like Wittgenstein, as well as less well known figures such as Nina Rubinstein and Gaby Schreiber.
Die Stuttgarter Demokratin und Feministin Anna Haag (1888–1982) führte während des Zweiten Weltkriegs ein geheimes Tagebuch, in dem sie die deutsche Propaganda Tag für Tag dekonstruierte. In seiner faszinierenden Studie macht Edward Timms Ausschnitte des zwanzig Bände umfassenden Tagebuchs zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und liefert eine Analyse dieser zeitgenössischen Quelle zum Alltag im Dritten Reich. Der bedeutende englische Germanist und Kulturhistoriker beleuchtet die Grundsätze von Anna Haags Weltanschauung und ihren Werdegang: Sie verbrachte eine beschauliche Kindheit und Jugend in Baden-Württemberg und erlebte den Ersten Weltkrieg als junge Mutter in Budapest. Diese prägenden Erfahrungen ließ sie von Beginn an den Nationalsozialismus kritisch hinterfragen und ihr Kriegstagebuch beginnen. Timms setzt faszinierende Passagen aus Haags Tagebüchern in Zusammenhang zu Zitaten aus weiteren Kriegstagebüchern, von Sympathisantinnen wie Kritikerinnen, Zeitungsartikeln und Rundfunkbeiträgen. Seine Collage illustriert ein vielfältiges Meinungsbild der damaligen Gesellschaft. Anna Haags Kritik an der Nazi-Tyrannei und ihr Engagement in der SPD beim demokratischen Wiederaufbau nach dem Krieg sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland das Recht zur Kriegsdienstverweigerung festgeschrieben steht.
Anschließend an „Karl Kraus – Satiriker der Apokalypse: Leben und Werk 1874–1918“ stellt Edward Timms in diesem Band anhand präziser Detailanalysen, pointierter Zitate und weitblickender Kontextualisierungen dar, wie der Satiriker den turbulenten Entwicklungen der Zwischenkriegszeit begegnet ist. Kraus’ Zeitschrift Die Fackel dient dabei als unentbehrlicher Führer durch die Kulturpolitik dieser Zeit. Seine größten Polemiken der 1920er Jahre werden in einem zentralen Abschnitt mit dem Kapitel ‚Verteidigung der Republik‘ analysiert, der seine zwiespältige Allianz mit den Sozialdemokraten wie auch seine Konfrontationen mit dem konservativen Kanzler Ignaz Seipel und dem Wiener Polizeipräsidenten Johann Schober hervorhebt. Die Legende, dass Kraus Hitlers Machtergreifung mit Schweigen beantwortet habe, wird abschließend definitiv widerlegt. Schon wesentlich früher hatte er vor dem Aufstieg des Hakenkreuzes gewarnt, und mit der 1933 entworfenen Polemik „Dritte Walpurgisnacht“ hinterließ Kraus eine stichhaltige Analyse des heraufziehenden Nationalsozialismus.
Die Studie von E. Timms weicht von der Tradition ab, die unter den Kritikern von Kraus vorherrscht, die stets auf die Einheit zwischen dem Menschen und seinem Werk bestanden haben. Das vorliegende Buch bietet eine alternative Lesart, die die Diskrepanzen zwischen Kraus' persönlicher Haltung und seiner satirischen Stimme ans Licht bringt. Die Biografie von E. Timms erfasst diesen komplexen Weg, entschlüsselt und analysiert Divergenzen und rekonstruiert die historische Entwicklung einer Welt und eines Schriftstellers, die für die europäische Geschichte von grundlegender Bedeutung sind.