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Liane Dirks

    15 november 1955
    Krystyna
    Und die Liebe? frag ich sie
    Die liebe Angst
    Herder Spektrum: Wohin das Herz dich trägt. Glück
    Vier Arten meinen Vater zu beerdigen
    Narren des Glücks
    • »Es gibt Linien im Leben, die haben keine Abzweigung.« Ein karibisches Bestattungsritual bildet den Ausgangspunkt für die Erzählung eines leidenschaftlichen Mannes. Die Tochter erforscht sein exzessives Leben – schutzlos, einfühlsam und poetisch. Im Hamburg der zwanziger Jahre entdeckt Günther Dirks Swing, Freikörperkultur und Ausdruckstanz, während er im elterlichen Schönheitssalon aufwächst, behütet von einem karibischen Kindermädchen. Die Mutter kreiert Düfte, der Vater geht ins Bordell, und Günther wird Jungkoch in einem Nobelhotel. Der Krieg führt ihn an die Ostfront, von wo er mit falscher Identität bis nach Marseille flieht. Er gründet eine Familie und zieht mit ihnen nach Barbados, wo er als Küchenchef und Geschichtenerzähler den Ruhm des Hotels Marine mehren kann. Doch ein innerer Zwang, der ihn seit seiner Jugend beherrscht, bringt ihn an seine Grenzen, auch im Umgang mit seinen Töchtern. Ein verheerender Hurrikan zwingt die Familie zurück nach Deutschland, und der Vater verschwindet. Jahre später erfährt die Tochter von seinem Sterben auf Barbados, was zu einer atemberaubenden Wiederbegegnung und einem rückhaltlosen Erzählprozess führt. In atmosphärischer Dichte und sprachlicher Präzision entfaltet sich eine abgründige Geschichte, die den Leser in ein exzessives Leben hineinzieht.

      Vier Arten meinen Vater zu beerdigen
      3,5
    • Die liebe Angst

      Roman

      • 176bladzijden
      • 7 uur lezen

      Der Romanklassiker zum Thema sexueller Missbrauch bleibt ungebrochen aktuell »Euer Vater hat wieder etwas angestellt«, sagt die Mutter zu den Kindern, wenn sie die Koffer packt. Und da ist sie wieder, diese »liebe wütige Angst«, wie Anne, die zu Beginn der Geschichte vier und am Ende elf Jahre alt ist, dieses Gefühl des Unbeschützten nennt. Das Mädchen erzählt die Geschichte seiner Kindheit, von der Liebe zum Vater, der mit seinen Träumen und Märchen alles verzaubern kann, der seine Sehnsüchte aber auch mit Alkohol und Sex stillt und dabei nie satt wird und seine beiden Töchter sexuell missbraucht, über Jahre hin. In den dreißig Jahren seit der Erstveröffentlichung hat Liane Dirks die Debatten um das Thema begleitet und mit Betroffenen biografisch gearbeitet. In ihrem Vorwort zeigt sie die Langzeitfolgen für die Opfer auf, aber auch die Bedeutung des Themas für unsere Gesellschaft: Eindringlich fordert sie eine tief gehende Debatte über Wertschätzung und Schutz unserer Kinder, aber auch über ein neues Verhältnis zu unserer Sexualität, jenseits von Sadomaso.

      Die liebe Angst
      3,8
    • Warschau, 1957: In der Nacht klopft es an der Tür der bekannten Satirikerin Krystyna Zywulska, die mit einem politischen Funktionär verheiratet ist. Vor ihr steht der junge Dramatiker Thomas Harlan, Sohn eines der mächtigsten deutschen Filmregisseure der Nazizeit. Er bittet Krystyna, die Auschwitzüberlebende, um Hilfe für ein Stück über den Aufstand der Juden im Warschauer Ghetto und um die Verfolgung der Täter, die er mehr verantwortlich macht als seinen eigenen Vater. Zudem wünscht er sich ihre Liebe. Unglaublicherweise folgt Krystyna ihm, verlässt ihren Mann und ihre Kinder und reist mit ihm nach Deutschland, Paris, Jugoslawien, Mailand und Rom. Doch sie erkennt bald, dass sie mit dem fanatischen Mann nicht Schritt halten kann. Krystyna hat bereits Bücher über ihre Zeit im Ghetto und in Auschwitz geschrieben, doch das Geheimnis ihrer leidenschaftlichen Beziehung bleibt verborgen. Erst kurz vor ihrem Tod vertraut sie der Autorin Liane Dirks ihre Geschichte an, die das Geschehen dokumentiert und daraus einen fesselnden Lebensroman schafft. Diese Erzählung, erstmals 1998 veröffentlicht, bietet ein eindringliches Bild der Verstrickungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Schuld der Opfer in neuen Machtpositionen.

      Und die Liebe? frag ich sie
      1,0
    • Krystyna

      Und die Liebe, frag ich sie

      Und die Liebe? fragt die junge Autorin. Was sie erfährt, ist das unglaubliche Dokument einer gelebten Wiedergutmachung: die Liebe zwischen der schönen Auschwitzüberlebenden Krystyna Zywulska und dem jungen, charismatischen Thomas Harlan, Spross der Nazi-Schickeria. Zusammen mit Fritz Bauer nehmen sie die Verfolgung der Nazi-Täter auf. Krystyna erschien erstmals 1998 unter dem Titel Und die Liebe? frag ich sie. »Liane Dirks erzählt diese Geschichte der unmöglichen Liebe auf eine einzigartig rührende, nachvollziehbare Weise und setzt damit »Krystyna Zywulska ein völlig unpathetisches und dennoch leidenschaftliches, literarisches Denkmal.«Marta Kijowska, Süddeutsche Zeitung »Man könnte einen Film daraus machen, im Stil der französischen Nouvelle vague. Einen Film voller Schweigen, einen Film der Andacht und des angehaltenen Atems, doch ohne Tränen.«Andrzej Szczypiorski, Der Spiegel »Wie sich in diesem Buch das Fatum europäischer Geschichte spiegelt, das ist schlicht ergreifend.«Badische Zeitung

      Krystyna
      3,2
    • Sein & Werden

      Schätze und Chancen unserer Biografie neu erkennen

      Wir sind mehr als die Summe der Ereignisse, die uns widerfahren Wir Menschen sind Geschichtenerzähler. Was wir uns erzählen, erfahren wir als unsere Identität. Doch worauf legen wir den Fokus? Seit Jahrhunderten versuchen wir unsere Einzigartigkeit zu behaupten, indem wir uns von den Anderen abgrenzen. Die Essenz des Menschseins aber findet sich in der Verbundenheit. Und die Sehnsucht wächst, dieser Erkenntnis Ausdruck zu verleihen. Mit einem neuen Ansatz der Biografiearbeit und anregenden Schreibimpulsen bietet Liane Dirks einen Weg, das Ich aus dem Wir heraus zu begreifen und eine neue Perspektive auf die eigene Geschichte zu entwickeln. Das Buch lädt dazu ein, das Leben als eine Form der Bewusstseinsentwicklung zu verstehen, bei der auch spirituelle Dimensionen unseres Menschseins erfahrbar werden. Darum zu wissen, gibt Halt und Ausrichtung sowie Raum zum Wachsen.

      Sein & Werden