Gert Kerschbaumer geht den Lebensspuren Stefan Zweigs in mehreren thematischen Stationen nach – dem Umzug nach Salzburg und dem sich anbahnenden Welterfolg, der Scheidung, der politischen Auswüchse und ihrer Folgen bis hin zu seiner Rezeption nach 45. Aus zum Teil unveröffentlichten Dokumenten entsteht ein ebenso plastisches wie kontroverses Bild des bekannten Schriftstellers.
Gert Kerschbaumer Boeken




Friedrich Welz war ein Vielgeehrter der Zweiten Republik, und einer der angesehensten Kunstexperten nach 1945, insbesondere der Moderne, darüber hinaus Freund und Ratgeber vieler Künstler, darunter Oskar Kokoschka. Welz war aber ebenso einer der führenden Kunsthändler des Dritten Reiches - skrupellos und stets in Diensten der NS-Prominenz. Der Salzburger Historiker Gert Kerschbaumer legt in dem vorliegenden Buch die Nazi-Geschäfte von Welz offen: Geschäfte, die in Paris begannen, wo er nach der Besetzung Frankreichs zu Billigstpreisen französische Meisterwerke einkaufte, um sie im Deutschen Reich mit unglaublichem Profit zu verkaufen und die in Wien endeten, wo er sich an der „Arisierung“ jüdischer Sammlungen beteiligte und auch die Galerie Würthle in sein Eigentum führte. Gestützt von Gau- und Reichsführung und später gedeckt von der Salzburger Landespolitik entwickelte sich Welz' Laufbahn vom Leiter einer Privatgalerie, zum Chef der Landesgalerie während der NS-Zeit und zu einem der wichtigsten Geschäftspartner der österreichischen Museen.
Beiträge zu Kulturwissenschaft und Kulturpolitik: Begnadet für das Schöne
Der rot-weiß-rote Kulturkampf gegen die Moderne
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