Die Architektur der Lebenswelt
Entwürfe nach der philosophischen Anthropologie Hans Blumenbergs
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Nach einer alten Auffassung existiert die Welt als solche nicht. Deshalb mussten wir sie immer wieder neu erfinden, um in ihr leben zu können. Hinter dem Problem der Gewöhnung liegt die Welt, in der wir leben, eine Konstruktion selbstverständlicher Dinge, die jedoch in sich selbst wesentlich opak bleibt. Blumenbergs philosophische Anthropologie rekonstruiert dieses In-der-Welt-sein als den fortwährenden Prozess eines konzeptionellen Weges der menschlichen Entwicklung, der von den Urwäldern über die Savannen und Höhlen zu den ersten Häusern führt, dessen Ende einst durch eine fest etablierte Architektonik der Vernunft markiert schien. Doch wie wir in der Wildnis der Digitalisierung erfahren müssen, war dieser Wohnsitz nicht von Dauer, aus selbstgemachten Gründen. Haben wir uns selbst aus der Welt vertrieben oder sind wir in die Falle unserer eigenen Weltentwürfe gefallen?

