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"Unser einziger Weg ist Arbeit"

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Die deutsche Gettoverwaltung, „ehrenwerte Beamte und Geschäftsleute“, sorgte vier Jahre lang für den „ordentlichen“ Ablauf der „Vernichtung durch Arbeit“ im „Dezimierungsgetto“. 1940 begann der Leiter der Finanzbuchhaltung der deutschen Gettoverwaltung, der Salzburger Walter Genewein, im Getto Farbaufnahmen zu machen. Farbdias mit Straßenszenen, vom Friedhof und von der Verwaltung, und natürlich von der mannigfaltigen Produktion im Getto. Eine einzigartige Dokumentation, deren Lücken für sich sprechen. Wir sehen Menschen im Arbeitslager Pabianice, wie sie Kleider der Opfer von Chelmno durchsuchen müssen, doch wir sehen nicht, was dort geschah. Als Propaganda füre das profitable System der „Dezimierung durch Arbeit“ gedacht, sind diese Fotos Teil der deutschen Bürokratie des Todes. Konfrontiert mit den Dokumenten der Vernichtungspolitik brechen die Farbaufnahmen mit ihrer erschreckenden Alltäglichkeit die Sicherheit der historischen Distanz. Sie machen Ereignisse gegenwärtig, die manche schon gerne eine Ewigkeit zurückliegen sehen würden.

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"Unser einziger Weg ist Arbeit", Hanno Loewy

Taal
Jaar van publicatie
1990
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Titel
"Unser einziger Weg ist Arbeit"
Taal
Duits
Uitgever
Löcker
Jaar van publicatie
1990
Aantal pagina's
288
ISBN10
3854091699
ISBN13
9783854091691
Reeks
Aantekening
Die deutsche Gettoverwaltung, „ehrenwerte Beamte und Geschäftsleute“, sorgte vier Jahre lang für den „ordentlichen“ Ablauf der „Vernichtung durch Arbeit“ im „Dezimierungsgetto“. 1940 begann der Leiter der Finanzbuchhaltung der deutschen Gettoverwaltung, der Salzburger Walter Genewein, im Getto Farbaufnahmen zu machen. Farbdias mit Straßenszenen, vom Friedhof und von der Verwaltung, und natürlich von der mannigfaltigen Produktion im Getto. Eine einzigartige Dokumentation, deren Lücken für sich sprechen. Wir sehen Menschen im Arbeitslager Pabianice, wie sie Kleider der Opfer von Chelmno durchsuchen müssen, doch wir sehen nicht, was dort geschah. Als Propaganda füre das profitable System der „Dezimierung durch Arbeit“ gedacht, sind diese Fotos Teil der deutschen Bürokratie des Todes. Konfrontiert mit den Dokumenten der Vernichtungspolitik brechen die Farbaufnahmen mit ihrer erschreckenden Alltäglichkeit die Sicherheit der historischen Distanz. Sie machen Ereignisse gegenwärtig, die manche schon gerne eine Ewigkeit zurückliegen sehen würden.