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Russischer Nationalismus

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Nach dem Untergang der Sowjetunion erlebte der russische Nationalismus eine Renaissance und wurde zu einem markanten Phänomen der postsowjetischen Entwicklung. Frank Golczewski und Gertrud Pickhan untersuchen den gegenwärtigen russischen Nationalismus historisch, einschließlich seiner Entstehung und Entwicklung. Im 19. Jahrhundert entstand in Russland ein Denken in nationalen Kategorien, das für das Selbstverständnis der Russen und die Rechtfertigung national orientierter Politik entscheidend war. Die Ideen von Dichtern, Denkern und Politikern dieser Zeit haben sich erstaunlich kontinuierlich erhalten und sind bis heute attraktiv. Der neue Nationalismus ist jedoch keine bloße Wiederholung des alten. Die Erfahrungen der Sowjetzeit und nationalrevolutionäre Strömungen des Exils haben das nationale Denken geprägt. Das Buch thematisiert Panslawismus, die Unterscheidung zwischen „Westlern“ und „Slawophilen“, das Verhältnis Russlands zu Europa sowie die Entwicklung des frühsozialistischen Internationalismus zu einem großrussischen Vormachtsdenken. Die Texte im Quellenteil repräsentieren exemplarisch die Denkmodelle des russischen Nationalismus und werden größtenteils erstmals in deutscher Übersetzung präsentiert, was den Zugang zu einem der brisantesten Fragenkomplexe der Gegenwart ermöglicht.

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Russischer Nationalismus, Frank Golczewski

Taal
Jaar van publicatie
1998
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(Paperback)
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Titel
Russischer Nationalismus
Taal
Duits
Jaar van publicatie
1998
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
308
ISBN10
352501371X
ISBN13
9783525013717
Reeks
Aantekening
Nach dem Untergang der Sowjetunion erlebte der russische Nationalismus eine Renaissance und wurde zu einem markanten Phänomen der postsowjetischen Entwicklung. Frank Golczewski und Gertrud Pickhan untersuchen den gegenwärtigen russischen Nationalismus historisch, einschließlich seiner Entstehung und Entwicklung. Im 19. Jahrhundert entstand in Russland ein Denken in nationalen Kategorien, das für das Selbstverständnis der Russen und die Rechtfertigung national orientierter Politik entscheidend war. Die Ideen von Dichtern, Denkern und Politikern dieser Zeit haben sich erstaunlich kontinuierlich erhalten und sind bis heute attraktiv. Der neue Nationalismus ist jedoch keine bloße Wiederholung des alten. Die Erfahrungen der Sowjetzeit und nationalrevolutionäre Strömungen des Exils haben das nationale Denken geprägt. Das Buch thematisiert Panslawismus, die Unterscheidung zwischen „Westlern“ und „Slawophilen“, das Verhältnis Russlands zu Europa sowie die Entwicklung des frühsozialistischen Internationalismus zu einem großrussischen Vormachtsdenken. Die Texte im Quellenteil repräsentieren exemplarisch die Denkmodelle des russischen Nationalismus und werden größtenteils erstmals in deutscher Übersetzung präsentiert, was den Zugang zu einem der brisantesten Fragenkomplexe der Gegenwart ermöglicht.