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Der cartesische Taucher

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Hinter dem großangelegten Werk „Le Monde“ verbirgt sich das ehrgeizigste Projekt des Philosophen René Descartes, das sämtliche Wissensfäden zusammenführen und ein dichtes Gewebe schaffen sollte, um alles unter der Sonne zu erklären. Der Dichter Durs Grünbein wird von der Traumhaftigkeit dieses Projekts angezogen, nicht von der nüchternen Rationalität. Er fasziniert das Phantastische hinter den abstrakten Begriffen und der spekulative Höhenflug, den Descartes über seine naturwissenschaftlichen Hypothesen wagt. Die Spur des Experimentators durch die Mysterien und das Bildermachen jenseits aller Methode sind zentrale Themen. Grünbein fragt, wie viel Mensch in Descartes' reinem Erkenntnis-Ich steckt und wie viel Anschauung in strenger Vivisektion verloren geht. Ist der Geist nicht dennoch das bewegende Prinzip des Universums? Wenn Dante der Descartes der Metapher war, könnte man dann nicht sagen, dass Descartes der Dante der neuzeitlichen Wissenschaft ist? Mit seinem Vers-Roman über Descartes hat Grünbein bereits eine poetische Version des Themas geschaffen. Nun präsentiert er einen erzählerisch angelegten Essay in drei Meditationen als Verteidigungsschrift für einen der meistgehassten Philosophen, der gleichzeitig den Ursprung des modernen poetischen Ichs am Gegenpol des heliozentrischen Weltbildes findet.

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Der cartesische Taucher, Durs Grünbein

Taal
Jaar van publicatie
2008
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(Paperback)
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Titel
Der cartesische Taucher
Taal
Duits
Uitgever
Suhrkamp
Jaar van publicatie
2008
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
143
ISBN10
3518260073
ISBN13
9783518260074
Reeks
Oorspronkelijke titel
Der cartesische Taucher
Beoordeling
4 van 5
Aantekening
Hinter dem großangelegten Werk „Le Monde“ verbirgt sich das ehrgeizigste Projekt des Philosophen René Descartes, das sämtliche Wissensfäden zusammenführen und ein dichtes Gewebe schaffen sollte, um alles unter der Sonne zu erklären. Der Dichter Durs Grünbein wird von der Traumhaftigkeit dieses Projekts angezogen, nicht von der nüchternen Rationalität. Er fasziniert das Phantastische hinter den abstrakten Begriffen und der spekulative Höhenflug, den Descartes über seine naturwissenschaftlichen Hypothesen wagt. Die Spur des Experimentators durch die Mysterien und das Bildermachen jenseits aller Methode sind zentrale Themen. Grünbein fragt, wie viel Mensch in Descartes' reinem Erkenntnis-Ich steckt und wie viel Anschauung in strenger Vivisektion verloren geht. Ist der Geist nicht dennoch das bewegende Prinzip des Universums? Wenn Dante der Descartes der Metapher war, könnte man dann nicht sagen, dass Descartes der Dante der neuzeitlichen Wissenschaft ist? Mit seinem Vers-Roman über Descartes hat Grünbein bereits eine poetische Version des Themas geschaffen. Nun präsentiert er einen erzählerisch angelegten Essay in drei Meditationen als Verteidigungsschrift für einen der meistgehassten Philosophen, der gleichzeitig den Ursprung des modernen poetischen Ichs am Gegenpol des heliozentrischen Weltbildes findet.