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In Deutschland und Italien stellte der Faschismus einen Aufbruch in eine neue Zeit und die Wiedergeburt einer zeitlosen Nation dar, die durch die bürgerlich-liberale Ordnung verdrängt worden war. Die Aviatik symbolisierte diesen Aufbruch und den Aufstieg einer vermeintlich ewigen Ordnung, während die Flieger den Neuen Menschen verkörperten. Fernando Esposito interpretiert die Aviatik als Metapher des Faschismus und deckt den faschistischen Entwurf einer mythischen, aber modernen Moderne auf. Im 20. Jahrhundert entsteht die Moderne aus dem Projekt der Aufklärung und der Sehnsucht nach Ordnung, wobei Mythos und Moderne eng miteinander verknüpft sind. Esposito, Zeitgeschichtler an der Universität Tübingen, untersucht diese Thematik sowohl in der Hochkunst als auch in der Populärkultur. Er betont, dass das Verständnis der Moderne unvollständig bleibt, wenn man die Linie der 'konservativen Umstürzler' ignoriert. Das Idol, das Mythos und Moderne vereint, ist der homo volans, der fliegende Mensch, ein Bild des Ikarus, der stürzt und wieder aufersteht. Die Futuristen können nicht nur unter dem Faschismus verstanden werden. Das Vertrauen in den Aufstieg des Fliegens findet sich bei Aby Warburg ebenso wie bei Marinetti oder bereits auf der Flugschau in Brescia 1909.
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Mythische Moderne, Fernando Esposito
- Taal
- Jaar van publicatie
- 2011
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