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Die Geschichte Otto von Bismarcks endet nicht im Jahr 1898. Neben Hitler gibt es keinen Deutschen, der so intensiv erforscht und diskutiert wurde wie der erste Reichskanzler. Ein Aspekt, der in der Forschung oft nur punktuell betrachtet wird, ist die Rolle des Todes als Katalysator für die Mythisierung Bismarcks. In der Erinnerung der Deutschen wird er zu einem konservativen Helden entmenschlicht, und dieses Narrativ bleibt bis ins 20. Jahrhundert präsent, beeinflusst von verschiedenen Akteuren und Codierungen. Eine umfassende, quellenreiche Studie zur Geschichte des Bismarckmythos vom Kaiserreich bis zur Gegenwart fehlt bislang. Eine solche Analyse könnte tiefere Einblicke in die deutsche Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts bieten und zur Frage der Kontinuität der deutschen Geschichte beitragen. Der vorliegende Tagungsband mit 16 Beiträgen nimmt diese Herausforderung an, betrachtet die historische Gesamtschau und die aktuelle Auseinandersetzung mit Bismarck in Museen und Schulen. Der Wandel deutscher Mentalitäten wird dabei eindrucksvoll sichtbar. Themen wie die Ambivalenz des Kaiserreichs, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus und die Bundesrepublik werden behandelt, ebenso das apathische Verhältnis der heutigen Gesellschaft zum Mythos des konservativen Helden. Besonders hervorzuheben ist, dass es sich um ein originär studentisches Projekt handelt.
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Die deutsche Gesellschaft und der konservative Heroe, Markus Raasch
- Taal
- Jaar van publicatie
- 2010
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