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"Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden!"

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Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden! In der U-Haftanstalt des MfS in Berlin-Hohenschönhausen konnte man beim Freigang im Tigerkäfig PanAm-Maschinen am Himmel vorbeiziehen sehen. Ich habe mir geschworen, dass ich mal in einer sitzen werde ! Das passierte dann am 15.10.1982, nachdem ich mit dem Gefangenentransport in die Bundesrepublik gebracht worden war und die Aufnahmeformalitäten erledigt waren. Um 19.45 Uhr flog ich von Frankfurt am Main zurück nach Berlin-Tegel, Westberlin. Ich saß im Wartebereich des Flughafens. Mein Flug wurde aufgerufen und ich hatte keine Ahnung, was ich jetzt tun musste. Ich fasste mir ein Herz und sprach einen ebenfalls wartenden Mann an : ich sei Passagier und was ich jetzt tun müsse. Der guckte mich an und erwiderte : „Du kommst aus dem Osten?“ Ich wurde rot und fragte – von der Anrede und der Frage einigermaßen konsterniert – woher er das wisse. Da sagte er : „Ich habe vor 10 Jahren an der gleichen Stelle dasselbe gefragt“. Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt. Bis zu diesem Moment aber war es ein weiter Weg!

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"Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden!", Michael Bradler

Taal
Jaar van publicatie
2011
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(Paperback)
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Titel
"Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden!"
Taal
Duits
Uitgever
M. Bradler
Jaar van publicatie
2011
Formaat
Paperback
ISBN10
3000355448
ISBN13
9783000355448
Reeks
Beoordeling
3,65 van 5
Aantekening
Ich wollte doch nicht an der Mauer erschossen werden! In der U-Haftanstalt des MfS in Berlin-Hohenschönhausen konnte man beim Freigang im Tigerkäfig PanAm-Maschinen am Himmel vorbeiziehen sehen. Ich habe mir geschworen, dass ich mal in einer sitzen werde ! Das passierte dann am 15.10.1982, nachdem ich mit dem Gefangenentransport in die Bundesrepublik gebracht worden war und die Aufnahmeformalitäten erledigt waren. Um 19.45 Uhr flog ich von Frankfurt am Main zurück nach Berlin-Tegel, Westberlin. Ich saß im Wartebereich des Flughafens. Mein Flug wurde aufgerufen und ich hatte keine Ahnung, was ich jetzt tun musste. Ich fasste mir ein Herz und sprach einen ebenfalls wartenden Mann an : ich sei Passagier und was ich jetzt tun müsse. Der guckte mich an und erwiderte : „Du kommst aus dem Osten?“ Ich wurde rot und fragte – von der Anrede und der Frage einigermaßen konsterniert – woher er das wisse. Da sagte er : „Ich habe vor 10 Jahren an der gleichen Stelle dasselbe gefragt“. Leider habe ich mir seinen Namen nicht gemerkt. Bis zu diesem Moment aber war es ein weiter Weg!