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Ein Imperium wird vermessen

Kartographie, Kulturtransfer und Raumerschließung im Zarenreich (1797–1919)

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Karten sind Instrumente zur Vermessung der Welt und dokumentieren geschichtliche Entwicklungen in ihrer Kontinuität und Dynamik. Sie spiegeln sowohl die Dauerhaftigkeit von Naturverhältnissen als auch die Verschiebung von Machtverhältnissen wider. Besonders in Kriegszeiten werden Räume neu vermessen und Karten für die Öffentlichkeit erstellt. Dieses Buch befasst sich mit der Vermessung und Kartographie des Zarenreiches im langen 19. Jahrhundert und trägt zur vergleichenden Imperiengeschichte bei. Die topographische und kartographische Erschließung Russlands wird als Teil der Territorialisierung verstanden, wobei der Einfluss westlicher Kulturtransfers untersucht wird. Die topographische Karte wird als spezielle Form imperialer Selbstbeschreibung betrachtet. Die Studie analysiert, welche Institutionen an der Vermessung des Zarenreiches beteiligt waren, welche Regionen im Fokus standen und welche „Sprache“ die Kartographen verwendeten. Zudem wird die Rolle ausländischer Vorbilder beleuchtet. Die Analyse zeigt, dass es der Zarenregierung nicht gelang, ein umfassendes, auf Vermessungsdaten basierendes Kartenbild des gesamten Reiches zu schaffen, da ihr Hauptinteresse in der Sicherung der Peripherien Russlands lag.

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Ein Imperium wird vermessen, Martin Jeske

Taal
Jaar van publicatie
2023
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(Hardcover)
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Titel
Ein Imperium wird vermessen
Ondertitel
Kartographie, Kulturtransfer und Raumerschließung im Zarenreich (1797–1919)
Taal
Duits
Jaar van publicatie
2023
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
444
ISBN10
3110736977
ISBN13
9783110736977
Reeks
Aantekening
Karten sind Instrumente zur Vermessung der Welt und dokumentieren geschichtliche Entwicklungen in ihrer Kontinuität und Dynamik. Sie spiegeln sowohl die Dauerhaftigkeit von Naturverhältnissen als auch die Verschiebung von Machtverhältnissen wider. Besonders in Kriegszeiten werden Räume neu vermessen und Karten für die Öffentlichkeit erstellt. Dieses Buch befasst sich mit der Vermessung und Kartographie des Zarenreiches im langen 19. Jahrhundert und trägt zur vergleichenden Imperiengeschichte bei. Die topographische und kartographische Erschließung Russlands wird als Teil der Territorialisierung verstanden, wobei der Einfluss westlicher Kulturtransfers untersucht wird. Die topographische Karte wird als spezielle Form imperialer Selbstbeschreibung betrachtet. Die Studie analysiert, welche Institutionen an der Vermessung des Zarenreiches beteiligt waren, welche Regionen im Fokus standen und welche „Sprache“ die Kartographen verwendeten. Zudem wird die Rolle ausländischer Vorbilder beleuchtet. Die Analyse zeigt, dass es der Zarenregierung nicht gelang, ein umfassendes, auf Vermessungsdaten basierendes Kartenbild des gesamten Reiches zu schaffen, da ihr Hauptinteresse in der Sicherung der Peripherien Russlands lag.