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»Das Polenbuch!«

Polnische Literatur und deutsche Kulturpolitik im 20. Jahrhundert Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt 42

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In der Zeit des Ersten Weltkrieges waren nur wenige andere europäische Literaturen im politisierten deutschen Kulturgeschehen so präsent wie die polnische. Das immer wieder anvisierte »Polenbuch« machte der deutschen Leserschaft Werke polnischer Autorinnen und Autoren schmackhaft. In der deutsch-polnischen »Freundschaftsära« der Jahre 1934 bis 1939 wurde die polnische Literatur zum Objekt der polnischen wie deutschen Kulturpropaganda, nach 1956 spielte sie eine Vorreiterrolle im polnisch-westdeutschen Kulturaustausch und stand zugleich im politischen Machtkampf zwischen Ost und West. Bis 1970 fungierte die Vermittlung polnischer Werke nicht selten als Ersatz der ausbleibenden diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland, in den späteren Jahren galten verlegerische Großprojekte, wie etwa die „Polnische Bibliothek“, als ein Paradebeispiel der deutsch-polnischen Versöhnung. In seinem Buch schreibt Paweł Zajas ein wenig bekanntes Kapitel der deutsch-polnischen Literaturgeschichte und schildert anhand unveröffentlichter Dokumente aus zahlreichen Archiven das Spannungsverhältnis zwischen Literaturtransfer und Kulturpolitik.

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»Das Polenbuch!«, Paweł Zajas

Taal
Jaar van publicatie
2023
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(Paperback)
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Titel
»Das Polenbuch!«
Ondertitel
Polnische Literatur und deutsche Kulturpolitik im 20. Jahrhundert Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt 42
Taal
Duits
Uitgever
Harrassowitz
Jaar van publicatie
2023
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
248
ISBN10
3447120258
ISBN13
9783447120258
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Aantekening
In der Zeit des Ersten Weltkrieges waren nur wenige andere europäische Literaturen im politisierten deutschen Kulturgeschehen so präsent wie die polnische. Das immer wieder anvisierte »Polenbuch« machte der deutschen Leserschaft Werke polnischer Autorinnen und Autoren schmackhaft. In der deutsch-polnischen »Freundschaftsära« der Jahre 1934 bis 1939 wurde die polnische Literatur zum Objekt der polnischen wie deutschen Kulturpropaganda, nach 1956 spielte sie eine Vorreiterrolle im polnisch-westdeutschen Kulturaustausch und stand zugleich im politischen Machtkampf zwischen Ost und West. Bis 1970 fungierte die Vermittlung polnischer Werke nicht selten als Ersatz der ausbleibenden diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland, in den späteren Jahren galten verlegerische Großprojekte, wie etwa die „Polnische Bibliothek“, als ein Paradebeispiel der deutsch-polnischen Versöhnung. In seinem Buch schreibt Paweł Zajas ein wenig bekanntes Kapitel der deutsch-polnischen Literaturgeschichte und schildert anhand unveröffentlichter Dokumente aus zahlreichen Archiven das Spannungsverhältnis zwischen Literaturtransfer und Kulturpolitik.