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Tausend Aufbrüche

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Ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2024, beleuchtet Christina Morina in ihrem Werk die unterschiedlichen Entwicklungen des Demokratieverständnisses in Ost- und Westdeutschland seit den 1980er Jahren. Sie nutzt bislang wenig beachtete Quellen wie Bürgerbriefe, Petitionen und Flugblätter, um die Perspektiven gewöhnlicher Bürgerinnen und Bürger zu erfassen. Anstatt die üblichen Fronten zu bedienen, verknüpft Morina die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik mit der der Deutschen Demokratischen Republik und deckt entscheidende Unterschiede sowie wechselseitige Bezüge im Staats- und Politikverständnis auf. Dabei zeigt sich, dass viele DDR-Bewohner sich mit ihrem Land und dessen „volksdemokratischen“ Idealen identifizierten, jedoch skeptisch gegenüber dem Staat und seinen Institutionen waren. Diese Distanz zum Staat, kombiniert mit einem oft utopischen Bürgersinn, dessen Potenziale nach der Wiedervereinigung weitgehend ungenutzt blieben, hat bis heute Auswirkungen. In Verbindung mit einem wiedererstarkenden Nationalismus im Westen trug dies zur Entstehung des Rechtspopulismus bei. Morinas Analyse offenbart die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung und die Vielfalt ostdeutscher Demokratieaneignungsversuche, was einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen Herausforderungen der Demokratie leistet.

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Tausend Aufbrüche, Christina Morina

Taal
Jaar van publicatie
2023
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(Hardcover),
Staat van het boek
Zeer goed
Prijs
€ 7,99

Betaalmethoden

4,5
Zeer goed
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Titel
Tausend Aufbrüche
Taal
Duits
Uitgever
Siedler
Jaar van publicatie
2023
Formaat
Hardcover
ISBN10
3827501326
ISBN13
9783827501325
Reeks
Beoordeling
4,5 van 5
Aantekening
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2024, beleuchtet Christina Morina in ihrem Werk die unterschiedlichen Entwicklungen des Demokratieverständnisses in Ost- und Westdeutschland seit den 1980er Jahren. Sie nutzt bislang wenig beachtete Quellen wie Bürgerbriefe, Petitionen und Flugblätter, um die Perspektiven gewöhnlicher Bürgerinnen und Bürger zu erfassen. Anstatt die üblichen Fronten zu bedienen, verknüpft Morina die Demokratiegeschichte der Bundesrepublik mit der der Deutschen Demokratischen Republik und deckt entscheidende Unterschiede sowie wechselseitige Bezüge im Staats- und Politikverständnis auf. Dabei zeigt sich, dass viele DDR-Bewohner sich mit ihrem Land und dessen „volksdemokratischen“ Idealen identifizierten, jedoch skeptisch gegenüber dem Staat und seinen Institutionen waren. Diese Distanz zum Staat, kombiniert mit einem oft utopischen Bürgersinn, dessen Potenziale nach der Wiedervereinigung weitgehend ungenutzt blieben, hat bis heute Auswirkungen. In Verbindung mit einem wiedererstarkenden Nationalismus im Westen trug dies zur Entstehung des Rechtspopulismus bei. Morinas Analyse offenbart die Grenzen der westdeutschen Liberalisierung und die Vielfalt ostdeutscher Demokratieaneignungsversuche, was einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der gegenwärtigen Herausforderungen der Demokratie leistet.