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Sade - mein Nächster

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Sade im Lichte der französischen Revolution, welche die Hinrichtung des Königs als Simulakrum der Tötung Gottes vollzieht; seine Protagonisten in ihren verzweifelten Versuchen, die radikale Zerstörung von Gott, Natur und Umwelt zu legitimieren, um zu einem Begriff uneingeschränkter Freiheit zu gelangen; Sades vorgeblicher Atheismus als eine Maske, unter der manichäische und gnostische Motive verborgen sind. Klossowskis Sade-Lektüre ist eine theologische Auseinandersetzung mit der Leerstelle Gott, die sich als Schwierigkeit, eine gottlose Gesellschaft ohne Henker zu schaffen, als die Gewalt undurchdringlicher, vernunftwidriger Kräfte, als Identitätsverlust dem Atheisten entgegenstellt. Auch hier nimmt Klossowski die Augustinische Kritik an heidnischen Theateraufführungen als Vorlage zu einer Kritik moderner Simulationsprozesse, verknüpft er wiederum grammatikalische und psychoanalytische Fragestellungen, um den Begriff des Individuums – hier in seiner Phantasietätigkeit und erotischen Erlebnisfähigkeit – zu dekonstruieren.

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Sade - mein Nächster, Pierre Klossowski

Taal
Jaar van publicatie
1996
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(Paperback)
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Titel
Sade - mein Nächster
Taal
Duits
Jaar van publicatie
1996
Formaat
Paperback
ISBN10
3851652002
ISBN13
9783851652000
Reeks
Aantekening
Sade im Lichte der französischen Revolution, welche die Hinrichtung des Königs als Simulakrum der Tötung Gottes vollzieht; seine Protagonisten in ihren verzweifelten Versuchen, die radikale Zerstörung von Gott, Natur und Umwelt zu legitimieren, um zu einem Begriff uneingeschränkter Freiheit zu gelangen; Sades vorgeblicher Atheismus als eine Maske, unter der manichäische und gnostische Motive verborgen sind. Klossowskis Sade-Lektüre ist eine theologische Auseinandersetzung mit der Leerstelle Gott, die sich als Schwierigkeit, eine gottlose Gesellschaft ohne Henker zu schaffen, als die Gewalt undurchdringlicher, vernunftwidriger Kräfte, als Identitätsverlust dem Atheisten entgegenstellt. Auch hier nimmt Klossowski die Augustinische Kritik an heidnischen Theateraufführungen als Vorlage zu einer Kritik moderner Simulationsprozesse, verknüpft er wiederum grammatikalische und psychoanalytische Fragestellungen, um den Begriff des Individuums – hier in seiner Phantasietätigkeit und erotischen Erlebnisfähigkeit – zu dekonstruieren.