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Ich-Skepsis und Jemand-sein

Zur Diskussion um das Personsein in der ‘philosophy of mind’ und in der christlichen Philosophie

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Der cartesianische Dualismus postuliert zwei unabhängige Substanzen: den Körper („res extensa“) und das denkende Ich, verstanden als Seele oder Geist („res cogitans“). Philosophische Ich-Skeptiker, insbesondere durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse, argumentieren gegen diese Auffassung. Gleichzeitig wird versucht, sowohl den Dualismus als auch den monistischen Physikalismus zu umgehen, indem auf antike und mittelalterliche Kategorien menschlicher Personalität zurückgegriffen wird. Diese Abhandlung beleuchtet den Konflikt zwischen physikalistischer Ich-Skepsis und metaphysikbasierter Anthropologie in zwei Teilen. Im ersten Teil werden Vertreter der Ich-Skepsis wie Daniel Dennett, Susan Blackmore und Thomas Metzinger behandelt, die dem Naturalismus zugeordnet werden. Der zweite Teil widmet sich christlichen Denkern wie Edith Stein, Josef Pieper und Robert Spaemann, die das Personsein des Menschen aus der Einheit von Leib, Seele und Geist zu bestimmen versuchen. Die Grundthese ist, dass die ungelöste Frage der Interaktion zwischen Materie und Geist nicht zu einem Monismus oder zur Ablehnung der Selbstidee führen muss. Eine mögliche Erklärung für die vom Menschen erlebte diachrone Dauer des Selbst findet sich in einer Metaphysik lebendiger Substanzen, ohne die unmittelbare Welt- und Selbsterfahrung zu entwerten, wodurch Freiheit und Selbstbestimmung denkbar bleiben.

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Ich-Skepsis und Jemand-sein, Markus Stohldreier

Taal
Jaar van publicatie
2016
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