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Sämtliche Gedichte

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Im vorliegenden Band sind alle gedruckten und auch die zu Lebzeiten Benns ungedruckten Gedichte enthalten. Benns Dichtung hat die Themen des europäischen Nihilismus in einer Sprache formuliert, deren Faszinationskraft bis heute nicht verblaßt ist. 1912 tritt er mit den schockierend zynischen Gedichten der »Morgue« an die Öffentlichkeit, den Primat der Ratio und der Geschichte radikal verwerfend. Zwischen den Kriegen wird die wilde Formlosigkeit des Anfangs durch Metrum und Reim abgelöst, durch einen Stil, in dem das »lyrische Ich« der Formtradition folgt. Benns Gedichte bannen das Material der Geschichte in Chiffren, die sich zum »Valse triste«, zum Abschiedsgestus, zur Lebensstimmung des »Aprèslude« fügen. Seine Ästhetik, die gegen die finale Lage ihrer Epoche die »Transzendenz der schöpferischen Lust« setzt, hat bis in unsere Tage unabsehbare Wirkung auf die deutsche Literatur gehabt.

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Sämtliche Gedichte, Gottfried Benn

Taal
Jaar van publicatie
1998
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(Hardcover)
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Taal
Duits
Uitgever
Klett-Cotta
Jaar van publicatie
1998
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
541
ISBN10
3608934499
ISBN13
9783608934496
Reeks
Oorspronkelijke titel
Sämtliche Werke, Stuttgarter Ausgabe
Beoordeling
4,1 van 5
Aantekening
Im vorliegenden Band sind alle gedruckten und auch die zu Lebzeiten Benns ungedruckten Gedichte enthalten. Benns Dichtung hat die Themen des europäischen Nihilismus in einer Sprache formuliert, deren Faszinationskraft bis heute nicht verblaßt ist. 1912 tritt er mit den schockierend zynischen Gedichten der »Morgue« an die Öffentlichkeit, den Primat der Ratio und der Geschichte radikal verwerfend. Zwischen den Kriegen wird die wilde Formlosigkeit des Anfangs durch Metrum und Reim abgelöst, durch einen Stil, in dem das »lyrische Ich« der Formtradition folgt. Benns Gedichte bannen das Material der Geschichte in Chiffren, die sich zum »Valse triste«, zum Abschiedsgestus, zur Lebensstimmung des »Aprèslude« fügen. Seine Ästhetik, die gegen die finale Lage ihrer Epoche die »Transzendenz der schöpferischen Lust« setzt, hat bis in unsere Tage unabsehbare Wirkung auf die deutsche Literatur gehabt.