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Eine Rabbinerin in Wien

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„Gefährten auf dem Weg zu haben, bedeutet, gemeinsame Erinnerungen zu leben, jenseits der historischen Wahrheit.“ In imaginären und realen Denk-Gängen durch Wien entfaltet die Rabbinerin Eveline Goodman-Thau lebensgeschichtliche und kulturphilosophische Erzählungen. Als erste Rabbinerin Österreichs in einer Wiener jüdisch-liberalen Gemeinde reflektiert sie über ihre Beziehung zur Stadt: „Wien als Geburtsort lag ganz weit weg – ein geschlossener Garten, unbetretbar, unberührbar.“ Wien war für sie „abwesend, da das Wesentliche, der Mensch, ja fehlte.“ Diese Abwesenheit führt zu einer Hoffnung, die sie auf ihren Denk-Gängen begleitet. Sie findet Trost in der Abwesenheit, wo an jeder Ecke neue alte Lebensstücke entdeckt werden, an einem Ort, wo Geschichte und Biografie sich kreuzen. Goodman-Thau schafft eine „geografische Biografie“ und beschreibt den Prozess des Schreibens, der nicht ohne Brüche erfolgt. Es ist ein ständiges Gegen-Denken: das Erkennen des „Alten, dessen, was nicht mehr da ist“, und das Sehen „mit neuen Augen“. Sie zieht eine kritische Bilanz über einen Abgrund und schlägt eine Brücke, die kein anderes Ufer hat. In dieser assoziativen und authentischen Stärke offenbaren sich die Aufzeichnungen der „Rabbinerin in Wien“.

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Eine Rabbinerin in Wien, Eveline Goodman Thau

Taal
Jaar van publicatie
2003
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(Hardcover)
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Titel
Eine Rabbinerin in Wien
Ondertitel
Betrachtungen
Taal
Duits
Uitgever
Czernin
Jaar van publicatie
2003
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
160
ISBN10
3707601579
ISBN13
9783707601572
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Aantekening
„Gefährten auf dem Weg zu haben, bedeutet, gemeinsame Erinnerungen zu leben, jenseits der historischen Wahrheit.“ In imaginären und realen Denk-Gängen durch Wien entfaltet die Rabbinerin Eveline Goodman-Thau lebensgeschichtliche und kulturphilosophische Erzählungen. Als erste Rabbinerin Österreichs in einer Wiener jüdisch-liberalen Gemeinde reflektiert sie über ihre Beziehung zur Stadt: „Wien als Geburtsort lag ganz weit weg – ein geschlossener Garten, unbetretbar, unberührbar.“ Wien war für sie „abwesend, da das Wesentliche, der Mensch, ja fehlte.“ Diese Abwesenheit führt zu einer Hoffnung, die sie auf ihren Denk-Gängen begleitet. Sie findet Trost in der Abwesenheit, wo an jeder Ecke neue alte Lebensstücke entdeckt werden, an einem Ort, wo Geschichte und Biografie sich kreuzen. Goodman-Thau schafft eine „geografische Biografie“ und beschreibt den Prozess des Schreibens, der nicht ohne Brüche erfolgt. Es ist ein ständiges Gegen-Denken: das Erkennen des „Alten, dessen, was nicht mehr da ist“, und das Sehen „mit neuen Augen“. Sie zieht eine kritische Bilanz über einen Abgrund und schlägt eine Brücke, die kein anderes Ufer hat. In dieser assoziativen und authentischen Stärke offenbaren sich die Aufzeichnungen der „Rabbinerin in Wien“.