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Tengelmann im Dritten Reich

Ein Familienunternehmen des Lebensmittelhandels und der Nationalsozialismus

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Die Erforschung des Verhältnisses von Wirtschaft und Herrschaft im Nationalsozialismus erlebte nach über einem halben Jahrhundert durch zahlreiche Firmengeschichten einen Aufschwung. Dabei blieben die bedeutenden Familienunternehmen der deutschen Wirtschaft oft unterbelichtet. Die Zerstörung von Geschäftsunterlagen im Krieg und Nachfolgekrisen erschweren die Analyse. Tengelmann, 1867 gegründet und zeitweise eine der größten Handelsketten Deutschlands, steht exemplarisch für drei zentrale Defizitbereiche dieser politischen Wirtschaftsgeschichte: Familienunternehmen, Handel und Lebensmittelbranche. Seit 2011 analysierte ein Team um Lutz Niethammer, inwieweit der Konzern in Zwangsarbeit, Arisierung, Besatzungsherrschaft und Kriegsgewinne verwickelt war. Auch die SS-Mitgliedschaft des damaligen Chefs Karl Schmitz-Scholl jun. sowie sein Verhalten zwischen Unternehmen, Familie, SS und Wehrmacht werden untersucht. Die Quellenbasis einer internen Familienchronik wurde durch zahlreiche, bisher unerschlossene Überlieferungen und umfassende Recherchen in öffentlichen Archiven erweitert. Die reich bebilderte Darstellung ist in Problemstränge gegliedert und bietet ein differenziertes Bild zwischen 1930 und 1950. Die Frage nach politischem Verhalten und Verantwortung zeigt keine einfachen Schwarz-Weiß-Kontraste.

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Tengelmann im Dritten Reich, Lutz Niethammer

Taal
Jaar van publicatie
2018
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(Hardcover),
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Prijs
€ 13,99

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Titel
Tengelmann im Dritten Reich
Ondertitel
Ein Familienunternehmen des Lebensmittelhandels und der Nationalsozialismus
Taal
Duits
Jaar van publicatie
2018
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
648
ISBN10
3837512231
ISBN13
9783837512236
Reeks
Aantekening
Die Erforschung des Verhältnisses von Wirtschaft und Herrschaft im Nationalsozialismus erlebte nach über einem halben Jahrhundert durch zahlreiche Firmengeschichten einen Aufschwung. Dabei blieben die bedeutenden Familienunternehmen der deutschen Wirtschaft oft unterbelichtet. Die Zerstörung von Geschäftsunterlagen im Krieg und Nachfolgekrisen erschweren die Analyse. Tengelmann, 1867 gegründet und zeitweise eine der größten Handelsketten Deutschlands, steht exemplarisch für drei zentrale Defizitbereiche dieser politischen Wirtschaftsgeschichte: Familienunternehmen, Handel und Lebensmittelbranche. Seit 2011 analysierte ein Team um Lutz Niethammer, inwieweit der Konzern in Zwangsarbeit, Arisierung, Besatzungsherrschaft und Kriegsgewinne verwickelt war. Auch die SS-Mitgliedschaft des damaligen Chefs Karl Schmitz-Scholl jun. sowie sein Verhalten zwischen Unternehmen, Familie, SS und Wehrmacht werden untersucht. Die Quellenbasis einer internen Familienchronik wurde durch zahlreiche, bisher unerschlossene Überlieferungen und umfassende Recherchen in öffentlichen Archiven erweitert. Die reich bebilderte Darstellung ist in Problemstränge gegliedert und bietet ein differenziertes Bild zwischen 1930 und 1950. Die Frage nach politischem Verhalten und Verantwortung zeigt keine einfachen Schwarz-Weiß-Kontraste.