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Legendae martyrum urbis Romae - Märtyrerlegenden der Stadt Rom Band 1

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Obwohl Rom in der christlichen Erinnerung als Hotspot der Christenverfolgung verankert ist, gab es in der Stadt selbst zunachst keine dementsprechenden literarischen Traditionen. Erst ab dem spaten 4. Jahrhundert entstanden eine Reihe von Martyrerlegenden, die als Zeugnisse fur die sich allmahlich in Rom auspragende Vorstellung von der heroischen Fruhgeschichte des dortigen Christentums gelten konnen, das nach diesen Legenden sehr fruh bis in die senatorischen Kreise vorgedrungen ist. Die Texte lassen einen tiefen Einblick in die Frommigkeit, Mentalitat und theologische Bildung der spaten Autoren und ihrer Adressaten zu, besonders der romischen Asket(inn)enkreise und des wohlhabenden senatorischen Adels der Spatantike. Sie reflektieren zum Beispiel das in diesen Kreisen virulente Verhaltnis zum Reichtum und zu den weiter bestehenden nichtchristlichen Religionspraktiken, die Frage der Vorsehung und immer wieder die Rolle und Bedeutung sexueller Enthaltsamkeit aus religiosen Grunden. Da eine ganze Reihe der Legenden, zum Beispiel zu Agnes, Caecilia, Laurentius oder Sebastian, eine reiche Wirkungsgeschichte, insbesondere im kunstgeschichtlichen Bereich, erfahren haben, sind sie nicht nur fur Historiker von Interesse, sondern auch fur weitere kulturwissenschaftliche Disziplinen.

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Legendae martyrum urbis Romae - Märtyrerlegenden der Stadt Rom Band 1, Hans Reinhard Seeliger

Taal
Jaar van publicatie
2022
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(Hardcover)
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Titel
Legendae martyrum urbis Romae - Märtyrerlegenden der Stadt Rom Band 1
Taal
Duits
Uitgever
Herder
Jaar van publicatie
2022
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
272
ISBN10
3451329301
ISBN13
9783451329302
Reeks
Aantekening
Obwohl Rom in der christlichen Erinnerung als Hotspot der Christenverfolgung verankert ist, gab es in der Stadt selbst zunachst keine dementsprechenden literarischen Traditionen. Erst ab dem spaten 4. Jahrhundert entstanden eine Reihe von Martyrerlegenden, die als Zeugnisse fur die sich allmahlich in Rom auspragende Vorstellung von der heroischen Fruhgeschichte des dortigen Christentums gelten konnen, das nach diesen Legenden sehr fruh bis in die senatorischen Kreise vorgedrungen ist. Die Texte lassen einen tiefen Einblick in die Frommigkeit, Mentalitat und theologische Bildung der spaten Autoren und ihrer Adressaten zu, besonders der romischen Asket(inn)enkreise und des wohlhabenden senatorischen Adels der Spatantike. Sie reflektieren zum Beispiel das in diesen Kreisen virulente Verhaltnis zum Reichtum und zu den weiter bestehenden nichtchristlichen Religionspraktiken, die Frage der Vorsehung und immer wieder die Rolle und Bedeutung sexueller Enthaltsamkeit aus religiosen Grunden. Da eine ganze Reihe der Legenden, zum Beispiel zu Agnes, Caecilia, Laurentius oder Sebastian, eine reiche Wirkungsgeschichte, insbesondere im kunstgeschichtlichen Bereich, erfahren haben, sind sie nicht nur fur Historiker von Interesse, sondern auch fur weitere kulturwissenschaftliche Disziplinen.