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Gruppe 68

Von Träumern, Denkern, Machern, Mitläufern oder Wie das Private politisch wurde

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Die Wahrnehmung der 68er-Bewegung in der bundesdeutschen Öffentlichkeit wurde stark von den Massenmedien geprägt, die sich auf wenige Orte und Personen konzentrierten. West-Berlin, Hamburg, Frankfurt a.M., Rudi Dutschke, Benno Ohnesorg, Kommune I und die RAF dominierten das öffentliche Interesse. Die Aktivitäten der Achtundsechziger in der Provinz fanden hingegen kaum Beachtung. Die Besonderheit der Bewegung liegt nicht nur in den zahlreichen Berichten über Sit-ins, Go-ins und andere Protestaktionen, sondern vor allem in der geistigen Unruhe der jungen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen, insbesondere in ihren eigenen Haushalten, unzufrieden waren. Diese Unzufriedenheit führte zu einem enormen Wissensdurst und verlieh den Volkshochschulen eine immense Bedeutung, da viele junge Menschen keinen Zugang zu Universitäten hatten. Die Volkshochschulen boten gesellschaftlich-politische Seminare an, die es den Jugendlichen ermöglichten, Gleichgesinnte zu treffen und über ihre Anliegen zu diskutieren. Die Auswirkungen der Studentenproteste auf diese Randgruppen der Gesellschaft und deren Alltagsleben in der Provinz trugen zur nachhaltigen Wirkung der politisch-gesellschaftlichen Errungenschaften der 68er Revolte bei. Die Gruppe 68, wie ich sie nenne, steht als Beweis dafür.

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Gruppe 68, Karin Dr. Weingartz-Perschel

Taal
Jaar van publicatie
2020
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(Paperback)
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Titel
Gruppe 68
Ondertitel
Von Träumern, Denkern, Machern, Mitläufern oder Wie das Private politisch wurde
Taal
Duits
Uitgever
Cuvillier
Jaar van publicatie
2020
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
200
ISBN13
9783736973152
Reeks
Aantekening
Die Wahrnehmung der 68er-Bewegung in der bundesdeutschen Öffentlichkeit wurde stark von den Massenmedien geprägt, die sich auf wenige Orte und Personen konzentrierten. West-Berlin, Hamburg, Frankfurt a.M., Rudi Dutschke, Benno Ohnesorg, Kommune I und die RAF dominierten das öffentliche Interesse. Die Aktivitäten der Achtundsechziger in der Provinz fanden hingegen kaum Beachtung. Die Besonderheit der Bewegung liegt nicht nur in den zahlreichen Berichten über Sit-ins, Go-ins und andere Protestaktionen, sondern vor allem in der geistigen Unruhe der jungen Menschen, die mit den herrschenden Verhältnissen, insbesondere in ihren eigenen Haushalten, unzufrieden waren. Diese Unzufriedenheit führte zu einem enormen Wissensdurst und verlieh den Volkshochschulen eine immense Bedeutung, da viele junge Menschen keinen Zugang zu Universitäten hatten. Die Volkshochschulen boten gesellschaftlich-politische Seminare an, die es den Jugendlichen ermöglichten, Gleichgesinnte zu treffen und über ihre Anliegen zu diskutieren. Die Auswirkungen der Studentenproteste auf diese Randgruppen der Gesellschaft und deren Alltagsleben in der Provinz trugen zur nachhaltigen Wirkung der politisch-gesellschaftlichen Errungenschaften der 68er Revolte bei. Die Gruppe 68, wie ich sie nenne, steht als Beweis dafür.