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Krieg und Frieden

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Freunde der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit auseinandersetzen: Die bekannte Version von Tolstois Meisterwerk existiert nicht in einer einheitlichen Form. Stattdessen gibt es verschiedene Fassungen, wobei die gängigste eine Mischung aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69 und den Korrekturen der dritten Ausgabe von 1873 darstellt. Tolstoi erklärte sein Epos 1866 für beendet, fügte jedoch später Änderungen hinzu, die den Umfang verdoppelten. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden integriert, während die anfängliche Napoleon-Begeisterung zugunsten einer politisch legitimierten Darstellung gemildert wurde. Diese Überarbeitungen machten das Werk zwar interessanter und vielschichtiger, führten jedoch auch zu einem trägeren Erzählstil und einseitigeren Figuren. Viele satirische und groteske Elemente der ursprünglichen Fassung sind in späteren Druckversionen nicht mehr vorhanden. Die mühsam „rekonstruierte Urfassung“ bietet nun einen Einblick in Tolstois Psyche und präsentiert einen neuen (oder eigentlich alten) Schluss. Dabei bleibt unklar, ob es sich um die einzig autorisierte Fassung handelt. Leser erwartet ein überraschender und nicht gerade dünner Roman.

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4,5
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Taal
Duits
Uitgever
Albatros
Jaar van publicatie
2002
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
1645
ISBN10
3491960541
ISBN13
9783491960541
Reeks
Eerste editie
1869
Oorspronkelijke titel
Vojna i mir
Beoordeling
4,45 van 5
Aantekening
Freunde der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit auseinandersetzen: Die bekannte Version von Tolstois Meisterwerk existiert nicht in einer einheitlichen Form. Stattdessen gibt es verschiedene Fassungen, wobei die gängigste eine Mischung aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69 und den Korrekturen der dritten Ausgabe von 1873 darstellt. Tolstoi erklärte sein Epos 1866 für beendet, fügte jedoch später Änderungen hinzu, die den Umfang verdoppelten. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden integriert, während die anfängliche Napoleon-Begeisterung zugunsten einer politisch legitimierten Darstellung gemildert wurde. Diese Überarbeitungen machten das Werk zwar interessanter und vielschichtiger, führten jedoch auch zu einem trägeren Erzählstil und einseitigeren Figuren. Viele satirische und groteske Elemente der ursprünglichen Fassung sind in späteren Druckversionen nicht mehr vorhanden. Die mühsam „rekonstruierte Urfassung“ bietet nun einen Einblick in Tolstois Psyche und präsentiert einen neuen (oder eigentlich alten) Schluss. Dabei bleibt unklar, ob es sich um die einzig autorisierte Fassung handelt. Leser erwartet ein überraschender und nicht gerade dünner Roman.