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Als Sklave im Osmanischen Reich und bei den Tataren

1394-1427

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Der Leser erfährt von den politischen Umwälzungen im Vorderen und Hinteren Orient während dieser Zeit. Schiltberger berichtet nicht nur von Kriegsfahrten und Eroberungen, sondern beobachtet auch Land, Leute, Sitten und Gebräuche genau und merkt sich Sagen und Erzählungen, die er an Lagerfeuern hörte. Besonders am Herzen liegt ihm als Teilnehmer eines Kreuzzugs die Religion, wodurch ein lebendiges Bild der Vielfalt des religiösen Lebens in der „Heidenschaft“ entsteht. Sein Bericht ist das erste Zeugnis eines deutschen Reisenden über das türkische und mongolische Reich, nun erstmals in neuhochdeutscher Fassung. Schiltberger reiste durch Kleinasien, Ägypten, das Zweistromland und Südrussland. Man könnte ihn als „deutschen Marco Polo“ bezeichnen, doch sein Status war entscheidend anders. Während Marco Polo auf eigene Faust reiste, war Schiltberger Kriegsgefangener und nicht sein eigener Herr. Seine Reiseroute wurde durch politische Ereignisse bestimmt, und bei jedem Machtwechsel wechselte er als lebendes Inventar den Besitzer. Es ist faszinierend, einen Reisebericht zu lesen, dessen Routen durch Schicksal und Kriegsglück geprägt sind, und der Leser bleibt an den Brennpunkten der Geschichte Vorderasiens. Die Perspektive des einfachen Soldaten, die der Erzähler als Sklave einnimmt, verleiht dem Bericht eine besondere Note und macht ihn in seiner fast naiven Erzählweise liebenswert.

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Als Sklave im Osmanischen Reich und bei den Tataren, Hans Schiltberger

Taal
Jaar van publicatie
2008
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(Paperback)
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3,0
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Ondertitel
1394-1427
Taal
Duits
Uitgever
Ed. Erdmann
Jaar van publicatie
2008
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
255
ISBN10
3865398057
ISBN13
9783865398055
Reeks
Beoordeling
3 van 5
Aantekening
Der Leser erfährt von den politischen Umwälzungen im Vorderen und Hinteren Orient während dieser Zeit. Schiltberger berichtet nicht nur von Kriegsfahrten und Eroberungen, sondern beobachtet auch Land, Leute, Sitten und Gebräuche genau und merkt sich Sagen und Erzählungen, die er an Lagerfeuern hörte. Besonders am Herzen liegt ihm als Teilnehmer eines Kreuzzugs die Religion, wodurch ein lebendiges Bild der Vielfalt des religiösen Lebens in der „Heidenschaft“ entsteht. Sein Bericht ist das erste Zeugnis eines deutschen Reisenden über das türkische und mongolische Reich, nun erstmals in neuhochdeutscher Fassung. Schiltberger reiste durch Kleinasien, Ägypten, das Zweistromland und Südrussland. Man könnte ihn als „deutschen Marco Polo“ bezeichnen, doch sein Status war entscheidend anders. Während Marco Polo auf eigene Faust reiste, war Schiltberger Kriegsgefangener und nicht sein eigener Herr. Seine Reiseroute wurde durch politische Ereignisse bestimmt, und bei jedem Machtwechsel wechselte er als lebendes Inventar den Besitzer. Es ist faszinierend, einen Reisebericht zu lesen, dessen Routen durch Schicksal und Kriegsglück geprägt sind, und der Leser bleibt an den Brennpunkten der Geschichte Vorderasiens. Die Perspektive des einfachen Soldaten, die der Erzähler als Sklave einnimmt, verleiht dem Bericht eine besondere Note und macht ihn in seiner fast naiven Erzählweise liebenswert.