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Warum erfand Poppaea, die Schönheiten ihres Gesichts zu verbergen, wenn nicht um sie für ihre Liebhaber zu steigern? fragt Montaigne. Das Verborgene fasziniert. Sehen, schauen, bedeutet, das Verlangen zu haben, zu erfassen, einzudringen, zu besitzen. Ein lebendes Auge zu werden: Das ist der Wunsch, den Rousseau formuliert. Indem er einige große Werke - Corneille, Racine, La Bruyère, Rousseau, Stendhal - untersucht, zeigt Jean Starobinski, wie in der literarischen Schöpfung die Anforderung des Blicks, die die sichtbare Realität übersteigt und zerstört, in die Welt der Imagination führt; wie sie auch, geschärft durch Hindernisse und Enttäuschungen, zu allen Perversionen anregt: Exhibitionismus, Voyeurismus, Sadismus, Verweigerung der Reflexion.
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Das Leben der Augen, Jean Starobinski
- Taal
- Jaar van publicatie
- 1984
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- (Paperback)
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- Titel
- Das Leben der Augen
- Taal
- Duits
- Auteurs
- Jean Starobinski
- Uitgever
- Ullstein Taschenbuchverlag
- Jaar van publicatie
- 1984
- Formaat
- Paperback
- Aantal pagina's
- 184
- ISBN10
- 3548352081
- ISBN13
- 9783548352084
- Reeks
- Tags
- Non-fictie, Sociale Wetenschappen, Over literatuur, Psychologische thema’s, Psychologie, Literaire Critiek, Kritiek
- Beoordeling
- 4 van 5
- Aantekening
- Warum erfand Poppaea, die Schönheiten ihres Gesichts zu verbergen, wenn nicht um sie für ihre Liebhaber zu steigern? fragt Montaigne. Das Verborgene fasziniert. Sehen, schauen, bedeutet, das Verlangen zu haben, zu erfassen, einzudringen, zu besitzen. Ein lebendes Auge zu werden: Das ist der Wunsch, den Rousseau formuliert. Indem er einige große Werke - Corneille, Racine, La Bruyère, Rousseau, Stendhal - untersucht, zeigt Jean Starobinski, wie in der literarischen Schöpfung die Anforderung des Blicks, die die sichtbare Realität übersteigt und zerstört, in die Welt der Imagination führt; wie sie auch, geschärft durch Hindernisse und Enttäuschungen, zu allen Perversionen anregt: Exhibitionismus, Voyeurismus, Sadismus, Verweigerung der Reflexion.


