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Pidgin-Knowledge

Wissen und Kolonialismus

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Harald Fischer-Tiné zeigt in seinem Essay die Grenzen der in der Wissenschaftsgeschichte lange verbreiteten eurozentrischen Diffusionsmodelle auf und demonstriert, dass wissenschaftliches Wissen kein topographisch lokalisierbares Zentrum besaß - auch nicht im scheinbar so eindeutig von der Dominanz des Westens geprägten 'kolonialen' 19. Jahrhundert. Konkret wird das praktische Potenzial neuer historischer Perspektiven aus Globalgeschichte und new imperial history für eine Bereicherung der Wissensgeschichte anhand eines Beispiels aus der Geschichte der Medizin fruchtbar gemacht: der Genese der westlichen (Kolonial-)Medizin in Britisch-Indien sowie der gleichzeitig stattfindenden Transformation lokaler südasiatischer Heiltraditionen. Wie Fischer-Tiné argumentiert, entstand in beiden Fällen ein von Anleihen und Übersetzungen geprägtes 'Pidgin-Wissen', das sich einer eindeutigen geographischen, kulturellen oder ethnischen Verortung entzieht.

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Pidgin-Knowledge, Harald Fischer Tine

Taal
Jaar van publicatie
2013
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(Paperback)
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Titel
Pidgin-Knowledge
Ondertitel
Wissen und Kolonialismus
Taal
Duits
Uitgever
Diaphanes
Jaar van publicatie
2013
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
100
ISBN10
303734377X
ISBN13
9783037343777
Reeks
Beoordeling
4 van 5
Aantekening
Harald Fischer-Tiné zeigt in seinem Essay die Grenzen der in der Wissenschaftsgeschichte lange verbreiteten eurozentrischen Diffusionsmodelle auf und demonstriert, dass wissenschaftliches Wissen kein topographisch lokalisierbares Zentrum besaß - auch nicht im scheinbar so eindeutig von der Dominanz des Westens geprägten 'kolonialen' 19. Jahrhundert. Konkret wird das praktische Potenzial neuer historischer Perspektiven aus Globalgeschichte und new imperial history für eine Bereicherung der Wissensgeschichte anhand eines Beispiels aus der Geschichte der Medizin fruchtbar gemacht: der Genese der westlichen (Kolonial-)Medizin in Britisch-Indien sowie der gleichzeitig stattfindenden Transformation lokaler südasiatischer Heiltraditionen. Wie Fischer-Tiné argumentiert, entstand in beiden Fällen ein von Anleihen und Übersetzungen geprägtes 'Pidgin-Wissen', das sich einer eindeutigen geographischen, kulturellen oder ethnischen Verortung entzieht.