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Verwahrung, Vernichtung, Therapie

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Im Juni 2012 jährt sich die Eröffnung der IV. Pommerschen Provinzial-Heilanstalt Stralsund zum hundertsten Mal. Anlässlich dieses Ereignisses wird die Entwicklung des Standorts und der institutionellen Psychiatrie in Stralsund über die letzten 100 Jahre nachgezeichnet. Nach ihrer Eröffnung zählte die Anstalt zu den modernsten in Deutschland, erlebte jedoch bald nach dem Ersten Weltkrieg ein Hungersterben. Ihre Blütezeit fiel in die Weimarer Republik, gefolgt von den düsteren Jahren des Nationalsozialismus, in denen die Mehrheit der fast 1.300 Patienten deportiert und ermordet wurde. Die Klinik wurde später als SS-Kaserne missbraucht. Erst 1953 erfolgte die Wiedereröffnung als Psychiatrische Klinik und Bezirkskrankenhaus der DDR, die durch Vernachlässigung und Mangel an Personal und Ressourcen geprägt war. Nach der Wende 1989 begann eine schrittweise Modernisierung, einschließlich der Einführung von Psychotherapie. Mit der Ansiedlung der Universitätspsychiatrie in Stralsund 1997, in Kooperation mit der Universität Greifswald, kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Patientenversorgung. Der Rückblick verbindet medizinische Geschichte mit den Erlebnissen von Mitarbeitern, die die Entwicklungen der letzten Jahre miterlebt haben, und bietet durch Bilddokumente eine facettenreiche Perspektive auf die gesamte Zeitspanne.

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Verwahrung, Vernichtung, Therapie, Jan Armbruster, Harald J. Freyberger

Taal
Jaar van publicatie
2012
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(Paperback),
Staat van het boek
Goed
Prijs
€ 12,49

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Titel
Verwahrung, Vernichtung, Therapie
Taal
Duits
Jaar van publicatie
2012
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
288
ISBN10
3830063563
ISBN13
9783830063568
Reeks
Aantekening
Im Juni 2012 jährt sich die Eröffnung der IV. Pommerschen Provinzial-Heilanstalt Stralsund zum hundertsten Mal. Anlässlich dieses Ereignisses wird die Entwicklung des Standorts und der institutionellen Psychiatrie in Stralsund über die letzten 100 Jahre nachgezeichnet. Nach ihrer Eröffnung zählte die Anstalt zu den modernsten in Deutschland, erlebte jedoch bald nach dem Ersten Weltkrieg ein Hungersterben. Ihre Blütezeit fiel in die Weimarer Republik, gefolgt von den düsteren Jahren des Nationalsozialismus, in denen die Mehrheit der fast 1.300 Patienten deportiert und ermordet wurde. Die Klinik wurde später als SS-Kaserne missbraucht. Erst 1953 erfolgte die Wiedereröffnung als Psychiatrische Klinik und Bezirkskrankenhaus der DDR, die durch Vernachlässigung und Mangel an Personal und Ressourcen geprägt war. Nach der Wende 1989 begann eine schrittweise Modernisierung, einschließlich der Einführung von Psychotherapie. Mit der Ansiedlung der Universitätspsychiatrie in Stralsund 1997, in Kooperation mit der Universität Greifswald, kam es zu einer signifikanten Verbesserung der Patientenversorgung. Der Rückblick verbindet medizinische Geschichte mit den Erlebnissen von Mitarbeitern, die die Entwicklungen der letzten Jahre miterlebt haben, und bietet durch Bilddokumente eine facettenreiche Perspektive auf die gesamte Zeitspanne.