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Edition Rote Zahlen: In Margine

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Jenes Adorno zugeschriebene Wort 'Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt: Es sind ja nur Tiere' ist zu steil, zu sehr von Wut geprägt. René Steininger agiert da ganz anders. Gleich einem Pathologen eruiert er kühl die endogenen, exogenen und iatrogenen Noxen, und diese klinische Kälte camoufliert das genuin Poetische vollkommen. Umso größer die Wucht, mit der das Entsetzen dann aus der Deckung kommt und über vegetative Kanäle auf unser Bewusstsein trifft. Steininger verwendet dabei die dem jeweiligen ›Fall‹ exakt angepassten Instrumente (vulgo ›literarische Formen‹). In der Vielzahl der Textsorten und rhetorischen Mittel (von A wie Anapher bis V wie Vergleich) spiegelt sich die Vielfalt der Wesen und ihrer jeweiligen Habitate, die alle auf diese Weise – ganz im Hegelschen Sinne – in den Erscheinungsformen der Sprache sinnlich erfahrbar werden. Der Titel IN MARGINE ist natürlich Programm, geht es doch um die randständige Tier- und Pflanzenwelt, die somit ins Zentrum des ganzen Buches rückt. Eine andere, vielleicht intelligentere Lesart des Titels aber verweist umgekehrt auf den Menschen, der nur noch als Zaungast ›am Rande‹ erscheint.

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Edition Rote Zahlen: In Margine, René Steininger

Taal
Jaar van publicatie
2014
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(Hardcover),
Staat van het boek
Zeer goed
Prijs
€ 4,79

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Titel
Edition Rote Zahlen: In Margine
Taal
Duits
Jaar van publicatie
2014
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
132
ISBN10
3944643410
ISBN13
9783944643410
Reeks
Aantekening
Jenes Adorno zugeschriebene Wort 'Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt: Es sind ja nur Tiere' ist zu steil, zu sehr von Wut geprägt. René Steininger agiert da ganz anders. Gleich einem Pathologen eruiert er kühl die endogenen, exogenen und iatrogenen Noxen, und diese klinische Kälte camoufliert das genuin Poetische vollkommen. Umso größer die Wucht, mit der das Entsetzen dann aus der Deckung kommt und über vegetative Kanäle auf unser Bewusstsein trifft. Steininger verwendet dabei die dem jeweiligen ›Fall‹ exakt angepassten Instrumente (vulgo ›literarische Formen‹). In der Vielzahl der Textsorten und rhetorischen Mittel (von A wie Anapher bis V wie Vergleich) spiegelt sich die Vielfalt der Wesen und ihrer jeweiligen Habitate, die alle auf diese Weise – ganz im Hegelschen Sinne – in den Erscheinungsformen der Sprache sinnlich erfahrbar werden. Der Titel IN MARGINE ist natürlich Programm, geht es doch um die randständige Tier- und Pflanzenwelt, die somit ins Zentrum des ganzen Buches rückt. Eine andere, vielleicht intelligentere Lesart des Titels aber verweist umgekehrt auf den Menschen, der nur noch als Zaungast ›am Rande‹ erscheint.