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Wolfgang-Andreas Schultz

    7 september 1948
    Europas zweite Renaissance
    • 2022

      Europas zweite Renaissance

      Mensch, Natur und Kunst im Anthropozän

      Europas zweite Renaissance wird eine Korrektur der ersten sein, eine Chance zur Selbstkorrektur des westlichen Denkens. Die erste Renaissance führte zu einer Trennung des Menschen von der Natur, Gottes von seiner Schöpfung und des Ichs vom anderen. Die Schattenseiten dieser Entwicklung zeigen sich heute in der ökologischen Krise und den künstlerischen Krisen der Moderne. Während die erste Renaissance von der Wiederbegegnung mit der Antike geprägt war, hat Europa viele Wurzeln vergessen, die es in einer neuen Renaissance wieder aufnehmen muss, um lebendig und kreativ zu bleiben. Durch die Wiederentdeckung seiner inneren Vielstimmigkeit kann Europa seine einseitige Entwicklung und unvollständiges Selbstbild korrigieren und eine neue Erzählung für das Anthropozän finden, die Teil einer neuen europäischen Identität wird. Dies umfasst den Kampf gegen die Naturreligionen, eine andere Sicht des Christentums, die die Natur als Gottes Manifestation anerkennt, sowie die Moderne als Projekt der Überwindung der Naturgebundenheit. Wolfgang-Andreas Schultz legt den Grundstein für eine ökologisch inspirierte Ästhetik und zeigt, welche Chancen für die Zukunft Europas in einer zweiten Renaissance liegen, wenn die Trennung von Mensch und Natur sowie vom anderen überwunden wird und verlorene Bereiche integriert werden.

      Europas zweite Renaissance