Salzburg hatte das Glück, dass nicht die Sowjetarmee, sondern die US-Armee das Land von der NS-Herrschaft befreite. Dennoch war es zunächst eine harte Besatzung. Ein zentrales Problem war die Entnazifizierung. Eine radikale Ausschaltung der ehemaligen Nationalsozialisten hätte den Versuch eines Wiederaufbaues verhindert. So lavierte man: Große Nazis wurden verhaftet, „kleine Nazis“ blieben in ihren Positionen. Ein Bewusstsein der österreichischen Mitverantwortung für die Verbrechen der Nazis fehlte. Die Verantwortung für die Verbrechen wurde auf die „Deutschen“ ausgelagert. Vorrang hatte der triste Alltag: Hunger-, Wohnungs-, Flüchtlingskrise. Dennoch versuchten die US-Militärregierung und die Landesregierung langsam eine Demokratie aufzubauen, welche die Fehler der Ersten Republik vermeiden sollte. Das Ergebnis war eine Konsens der drei zugelassenen Parteien. Dennoch wirkte der Schatten der Ersten Republik weiter. Die starke ÖVP beschuldigte die SPÖ, ein geringes Österreichbewusstsein zu besitzen, die SPÖ klagte die ÖVP-Führer an, für den „Austrofaschismus“ verantwortlich gewesen zu sein.
Ernst Hanish Volgorde van de boeken (chronologisch)







Landschaft und Identität
Versuch einer österreichischen Erfahrungsgeschichte
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Zahlreiche Umfragen belegen, dass die Landschaft ein zentraler Bereich der österreichischen Identität ist. Landschaften ändern sich, im 20. Jahrhundert sehr rasch. Ihre Grundstrukturen bleiben aber relativ konstant. Unterschiedlich hingegen können die Wahrnehmungen der Menschen sein. Ernst Hanisch untersucht die Erfahrungen der Menschen in und mit der Landschaft: welche Gefühle Landschaft auslöst, wie sie Mentalitäten prägt. Der Zeithorizont reicht von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Im Zentrum stehen Archetypen der Landschaft: Berge – Flüsse – Wälder – Industrielandschaft – flaches Land. Das Ziel ist, über diesen Versuch einer Erfahrungsgeschichte eine neue Dimension der österreichischen Geschichte zu erschließen.
Mit dem Band „Wien - die Metamorphose einer Stadt“ wird die Reihe „Geschichte der österreichischen Bundesländer seit 1945“ fortgesetzt. In Anlehnung an die bisher erschienenen Bände wird auch hier ein Überblick über die Entwicklung der Bundeshauptstadt seit 1945 in verschiedenen Bereichen nachgezeichnet. So werden in Beiträgen u. a. die politische und die wirtschaftliche Entwicklung, die kulturellen Anstrengungen am Beispiel der Wiener Festwochen oder die soziale Situation anhand einer Filmgeschichte skizziert. Dem demographischen Wandel, den Fragen von Energie und Verkehr oder neuen Architekturströmungen wird ebenso Raum gegeben wie dem Umgang der Stadt mit großen Frauenpersönlichkeiten, der Bedeutung des Sports am Beispiel des Fußballs, dem Wiedererstehen der jüdischen Kultusgemeinde oder der Stellung Wiens als internationales Zentrum. Mit diesen und noch einigen Beiträgen mehr wird ein differenziertes Bild der Entwicklung der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dargestellt.
Der große Illusionist - Otto Bauer (1881 - 1938)
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Otto Bauers Traum vom Sozialismus ist zerplatzt, aber die Frage nach einer gerechteren Gesellschaft ist aktueller denn je. Was können wir heute aus seiner Biografie lernen? Er verband höchste Intelligenz, eine scharfe Analysefähigkeit auf vielen Gebieten mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Menschheit. Er war kein Zyniker der Macht, sondern ein bescheidener, eher schüchterner Mensch. In kritischen Situationen hatte er Scheu vor der Macht. Als brillanter Rhetoriker und Theoretiker aber prägte der führende Sozialdemokrat die Geschichte der österreichischen Ersten Republik maßgeblich. Licht- und Schattenseiten dieses Politikers und Menschen werden siebzig Jahre nach seinem Tod erstmals umfassend analysiert und kritisch bewertet.
Mentalitäten und wirtschaftliches Handeln in Österreich
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Obersalzberg, the "Eagle's Nest" and Adolf Hitler
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Public interest, both domestically and internationally, in the role of Obersalzberg during the Third Reich remains strong even 70 years after the end of the most devastating war in history. The number of informational publications continues to grow. The Berchtesgaden Foundation has taken the opportunity of the 50th anniversary of the war's end to release a brochure about the events at Obersalzberg. Professor Ernst Hanisch from the University of Salzburg, a historian with profound knowledge of National Socialist history, serves as the author. The focus is on a realistic, unbiased, and balanced presentation of events. Obersalzberg was not a mountain idyll or an island of forgetfulness amidst the world's turmoil. It was the residence of Adolf Hitler, whose ruthlessness, obsession with power, and racial delusions led to war and destruction, as well as the persecution and murder of countless individuals. Here, decisions were made that sealed the fate of millions and continue to have repercussions worldwide. The reader should always keep this in mind. Seventy years do not diminish the guilt of the leaders of that time. There must be no forgetting!
Österreichische Geschichte 1890-1990
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Aufgabe einer Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts ist es, die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur miteinander zu verknüpfen und den Katastrophen der ersten Jahrhunderthälfte nachzuspüren und Erklärungen zu finden. Die Leitperspektive zielt dabei auf die Frage, ob und wie sich die Lebenschancen der Menschen verändert haben.
Salzburg Dokumentationen - 71: Nationalsozialistische Herrschaft in der Provinz
Salzburg im Dritten Reich
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Der kranke Mann an der Donau
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