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Habitat und Habitus

Pierre Bourdieus visuelle Soziologie

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Habitat und Habitus – ein semantischer Gleichklang, der auf ein fehlendes Glied in der internationalen und interdisziplinären Diskussion über Bourdieus Habitus-Konzept verweist. Bisher konzentrierte sich die Rezeption des »Habitus« fast ausschließlich auf die in La distinction präsentierte »Ethnographie der französischen Gegenwartsgesellschaft«. Dieser Eindruck war jedoch defizitär und wird erst durch einen Blick auf Bourdieus algerische Erfahrungen verständlich. In seinen grundlegenden ethnografischen Forschungen entwickelte Bourdieu, unterstützt durch den Blick seiner Kamera, eine spezifische Perspektive auf die Verbindung zwischen der im Habitat der Menschen vergegenständlichten und in ihrem Habitus verankerten gesellschaftlichen Welt. Mit hunderten Fotos dokumentierte er die Spuren einer durch koloniale Gewalt zerstörten traditionellen Lebensform, in der Habitat und Habitus eine natürliche Einheit bildeten. Diese visuellen Zeugnisse aus seiner Frühphase dienten ihm zeitlebens als Anschauungsmaterial für seine theoretischen Arbeiten. Bourdieus Fotografien verdeutlichen, wie der Verlust dieser angestammten Lebenswelt in einem gebrochenen Habitus der Entwurzelten sichtbar wird und welches Maß an zerstörerischer Gewalt im Clash of Civilisations des Kolonialismus zum Ausdruck kommt.

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Habitat und Habitus, Franz Schultheis

Taal
Jaar van publicatie
2023
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(Paperback)
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Titel
Habitat und Habitus
Ondertitel
Pierre Bourdieus visuelle Soziologie
Taal
Duits
Uitgever
Springer VS
Jaar van publicatie
2023
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
276
ISBN10
3658383690
ISBN13
9783658383695
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Habitat und Habitus – ein semantischer Gleichklang, der auf ein fehlendes Glied in der internationalen und interdisziplinären Diskussion über Bourdieus Habitus-Konzept verweist. Bisher konzentrierte sich die Rezeption des »Habitus« fast ausschließlich auf die in La distinction präsentierte »Ethnographie der französischen Gegenwartsgesellschaft«. Dieser Eindruck war jedoch defizitär und wird erst durch einen Blick auf Bourdieus algerische Erfahrungen verständlich. In seinen grundlegenden ethnografischen Forschungen entwickelte Bourdieu, unterstützt durch den Blick seiner Kamera, eine spezifische Perspektive auf die Verbindung zwischen der im Habitat der Menschen vergegenständlichten und in ihrem Habitus verankerten gesellschaftlichen Welt. Mit hunderten Fotos dokumentierte er die Spuren einer durch koloniale Gewalt zerstörten traditionellen Lebensform, in der Habitat und Habitus eine natürliche Einheit bildeten. Diese visuellen Zeugnisse aus seiner Frühphase dienten ihm zeitlebens als Anschauungsmaterial für seine theoretischen Arbeiten. Bourdieus Fotografien verdeutlichen, wie der Verlust dieser angestammten Lebenswelt in einem gebrochenen Habitus der Entwurzelten sichtbar wird und welches Maß an zerstörerischer Gewalt im Clash of Civilisations des Kolonialismus zum Ausdruck kommt.