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Geschichten aus Dachau

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Joseph Rovan gehörte zu den 2.500 Franzosen, die im Juli 1944 nach Dachau deportiert wurden. Als überzeugter Katholik und Mitglied der Résistance konnte er seine jüdische Herkunft verbergen. Das Konzentrationslager, ursprünglich für deutsche Insassen gedacht, sollte nach der Aufnahme ausländischer Häftlinge "judenrein" bleiben. Rovan, der 1933 aus München nach Frankreich emigrieren musste, erhielt aufgrund seiner Deutschkenntnisse einen Schreiberposten bei der Lager-SS, was ihm vermutlich das Überleben sicherte. Bis zur Befreiung im April 1945 war er für die Häftlingskartei zuständig. In seinen persönlichen Erinnerungen beschreibt der spätere Professor für deutsche Geschichte die Lagersituation in der Endphase des Krieges nüchtern, jedoch eindringlich. Während er große politische Zusammenhänge formuliert, zeigt sich seine Schwäche in der Beurteilung des Nationalsozialismus und Kommunismus. Diese Haltung könnte dazu beitragen, dass seine Werke in Deutschland hohe Auflagen erreichen. Rovans Stärke liegt in der Darstellung einzelner Charaktere, wie dem entflohenen Russen oder dem holländischen Juden, die Einblicke in die sozialen Strukturen des Lagers geben. Der Humanist Rovan überwindet oft ungewollt den bärbeißigen Ideologen, was seine Geschichten aus Dachau lesbar macht.

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Geschichten aus Dachau, Joseph Rovan

Taal
Jaar van publicatie
1992
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(Paperback)
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Titel
Geschichten aus Dachau
Taal
Duits
Uitgever
Serie Piper
Jaar van publicatie
1992
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
297
ISBN10
3492112544
ISBN13
9783492112543
Reeks
Beoordeling
5 van 5
Aantekening
Joseph Rovan gehörte zu den 2.500 Franzosen, die im Juli 1944 nach Dachau deportiert wurden. Als überzeugter Katholik und Mitglied der Résistance konnte er seine jüdische Herkunft verbergen. Das Konzentrationslager, ursprünglich für deutsche Insassen gedacht, sollte nach der Aufnahme ausländischer Häftlinge "judenrein" bleiben. Rovan, der 1933 aus München nach Frankreich emigrieren musste, erhielt aufgrund seiner Deutschkenntnisse einen Schreiberposten bei der Lager-SS, was ihm vermutlich das Überleben sicherte. Bis zur Befreiung im April 1945 war er für die Häftlingskartei zuständig. In seinen persönlichen Erinnerungen beschreibt der spätere Professor für deutsche Geschichte die Lagersituation in der Endphase des Krieges nüchtern, jedoch eindringlich. Während er große politische Zusammenhänge formuliert, zeigt sich seine Schwäche in der Beurteilung des Nationalsozialismus und Kommunismus. Diese Haltung könnte dazu beitragen, dass seine Werke in Deutschland hohe Auflagen erreichen. Rovans Stärke liegt in der Darstellung einzelner Charaktere, wie dem entflohenen Russen oder dem holländischen Juden, die Einblicke in die sozialen Strukturen des Lagers geben. Der Humanist Rovan überwindet oft ungewollt den bärbeißigen Ideologen, was seine Geschichten aus Dachau lesbar macht.