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Wenn mit meiner Unschuld nicht alles vor die Hunde ging

Roman

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Erster Akt der Revolte: sich den Anfang aneignen, die eigene Geburt. Wie? Lassen Sie sich überraschen! Zweiter Akt der Revolte: sich die Sprache aneignen, als Waffe gegen eine Welt von Egozentrikern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen und die vermeintlich heile Familie nur noch enger um die Kehlen ihrer Sprösslinge schnüren, während 'unter uns' nichts, aber wirklich nichts, 'weiter schlimm' ist. So darf es im Morast einer monströs normalen Familie gären: das uralte Grauen, das Ovid in seinen 'Metamorphosen' beschrieb, als Philomena gegen ihren Peiniger aufschrie: „wenn nicht mit meiner Unschuld alles vor die Hunde ging!“, bevor er ihr die Zunge nahm. Kimberley, einst Titelheldin eines Songs von Patti Smith, wird zur wütenden Stimme einer Heranwachsenden, die uns einen Spiegel vorhält, dessen Kristallsplitter Baudelaire, Hugo, Rimbaud und Verlaine reflektieren. Sie wird zur Kronzeugin einer Kraft, die gegen alle Widrigkeiten mit der Sprache ihre eigene Identität schöpft. Wenn die fragilste Stelle des Menschen seine sexuelle Identität ist, so ist dieser grandios zornige Roman ein überwältigender Aufschrei des Lebens, der dort widerhallt, wo der Abgrund der 'unerträglichen Grausamkeit des Seins' aufklafft, etwa im gespaltenen Gesicht der Mutter. Vorsicht, die Oberfläche der Körper! All ihre Narben!

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Wenn mit meiner Unschuld nicht alles vor die Hunde ging, Emmanuelle Bayamack-Tam

Taal
Jaar van publicatie
2014
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(Hardcover)
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4,1
Zeer goed
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Titel
Wenn mit meiner Unschuld nicht alles vor die Hunde ging
Ondertitel
Roman
Taal
Duits
Jaar van publicatie
2014
Formaat
Hardcover
ISBN10
3905951290
ISBN13
9783905951295
Reeks
Oorspronkelijke titel
Si tout n'a pas péri avec mon innocence
Beoordeling
4,05 van 5
Aantekening
Erster Akt der Revolte: sich den Anfang aneignen, die eigene Geburt. Wie? Lassen Sie sich überraschen! Zweiter Akt der Revolte: sich die Sprache aneignen, als Waffe gegen eine Welt von Egozentrikern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen und die vermeintlich heile Familie nur noch enger um die Kehlen ihrer Sprösslinge schnüren, während 'unter uns' nichts, aber wirklich nichts, 'weiter schlimm' ist. So darf es im Morast einer monströs normalen Familie gären: das uralte Grauen, das Ovid in seinen 'Metamorphosen' beschrieb, als Philomena gegen ihren Peiniger aufschrie: „wenn nicht mit meiner Unschuld alles vor die Hunde ging!“, bevor er ihr die Zunge nahm. Kimberley, einst Titelheldin eines Songs von Patti Smith, wird zur wütenden Stimme einer Heranwachsenden, die uns einen Spiegel vorhält, dessen Kristallsplitter Baudelaire, Hugo, Rimbaud und Verlaine reflektieren. Sie wird zur Kronzeugin einer Kraft, die gegen alle Widrigkeiten mit der Sprache ihre eigene Identität schöpft. Wenn die fragilste Stelle des Menschen seine sexuelle Identität ist, so ist dieser grandios zornige Roman ein überwältigender Aufschrei des Lebens, der dort widerhallt, wo der Abgrund der 'unerträglichen Grausamkeit des Seins' aufklafft, etwa im gespaltenen Gesicht der Mutter. Vorsicht, die Oberfläche der Körper! All ihre Narben!