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Martin Luther

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Kein anderer Deutscher hat die Geschichte Europas zwischen Mittelalter und Moderne so stark geprägt wie der Wittenberger Mönch Martin Luther. Er tritt Kaiser, Papst und Kirche entgegen, strebt nach einer Universalreform der Christenheit und begründet damit den Protestantismus. Gleichzeitig fördert er die Entstehung der Territorialstaaten und das Verständnis des Individuums, das den modernen Menschen prägen wird. Heinz Schilling stellt diesen welthistorischen Rebell in seinen Kontext und zeigt eindrucksvoll seine Andersartigkeit. Luther wird nicht als einsamer Held, sondern als Akteur in einem gewaltigen Ringen dargestellt. Das Buch bietet Lehren für das Reformationsjubiläum 2017. Aus der Sicht des evangelischen Theologen war Luthers Rebellion nicht säkular motiviert, sondern hatte heilsgeschichtliche Gründe. Die Reformation war kein beabsichtigter Faktor der Modernisierung; die weltweite Mäßigung der Religion geschah durch die Partikularisierung ihrer universellen Ansprüche. Im 16. Jahrhundert war der Protestantismus eng mit der weltlich-bürgerlichen Kultur verbunden. Diese Dimension im heutigen Erinnern zu ignorieren, würde die evangelische Kirche gefährden. Reformatorisches Christentum war den Menschen in ihrem Alltag nah. Nur eine Kirche, die sich auf ihre reformatorischen Wurzeln besinnt, kann der Reformation angemessen gedenken. Martin Luther bleibt eine Quelle widersprüchlicher und fruchtbarer Entwicklungen.

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Martin Luther, Heinz Schilling

Taal
Jaar van publicatie
2012
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(Hardcover)
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Taal
Duits
Uitgever
Beck
Jaar van publicatie
2012
Formaat
Hardcover
Aantal pagina's
714
ISBN10
3406637418
ISBN13
9783406637414
Reeks
Oorspronkelijke titel
Martin Luther
Beoordeling
4 van 5
Aantekening
Kein anderer Deutscher hat die Geschichte Europas zwischen Mittelalter und Moderne so stark geprägt wie der Wittenberger Mönch Martin Luther. Er tritt Kaiser, Papst und Kirche entgegen, strebt nach einer Universalreform der Christenheit und begründet damit den Protestantismus. Gleichzeitig fördert er die Entstehung der Territorialstaaten und das Verständnis des Individuums, das den modernen Menschen prägen wird. Heinz Schilling stellt diesen welthistorischen Rebell in seinen Kontext und zeigt eindrucksvoll seine Andersartigkeit. Luther wird nicht als einsamer Held, sondern als Akteur in einem gewaltigen Ringen dargestellt. Das Buch bietet Lehren für das Reformationsjubiläum 2017. Aus der Sicht des evangelischen Theologen war Luthers Rebellion nicht säkular motiviert, sondern hatte heilsgeschichtliche Gründe. Die Reformation war kein beabsichtigter Faktor der Modernisierung; die weltweite Mäßigung der Religion geschah durch die Partikularisierung ihrer universellen Ansprüche. Im 16. Jahrhundert war der Protestantismus eng mit der weltlich-bürgerlichen Kultur verbunden. Diese Dimension im heutigen Erinnern zu ignorieren, würde die evangelische Kirche gefährden. Reformatorisches Christentum war den Menschen in ihrem Alltag nah. Nur eine Kirche, die sich auf ihre reformatorischen Wurzeln besinnt, kann der Reformation angemessen gedenken. Martin Luther bleibt eine Quelle widersprüchlicher und fruchtbarer Entwicklungen.