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Die Salzburger Stücke

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Thomas Bernhards »Salzburger Stücke« sind über den äußeren Anlaß hinaus – sie wurden in Salzburg uraufgeführt – sowohl inhaltlich als auch formal an die Stadt und ihre Festspiele gebunden. Eine musikalisch-künstlerische Tätigkeit auszuüben, sie perfekt auszuüben, das ist das Thema, das Bernhard in beiden Stücken anschlägt. Sowohl die Perfektion beherrschende, exzentrische Opernsängerin in Der Ignorant und der Wahnsinnige als auch der Cello-Perfektion erstrebende, aber nie erreichende Zirkusdirektor Caribaldi in Die Macht der Gewohnheit verkörpern den gleichen Typus: den des Künstlers, der nicht versteht, wie diese künstlerische Tätigkeit – ob erfolgreich oder erfolglos – auf seine Umwelt wirkt oder wie sie damit zurechtkommt. Die künstlerische Perfektion als Kompensation für die Unvollkommenheit der Welt, als Kontrapunkt der Notwendigkeit zum Tode, das ist es, was Bernhard in seinen Figuren thematisiert.

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Die Salzburger Stücke, Thomas Bernhard

Taal
Jaar van publicatie
1975
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(Paperback)
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Taal
Duits
Uitgever
Suhrkamp
Jaar van publicatie
1975
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
196
ISBN10
3518067575
ISBN13
9783518067574
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Beoordeling
4 van 5
Aantekening
Thomas Bernhards »Salzburger Stücke« sind über den äußeren Anlaß hinaus – sie wurden in Salzburg uraufgeführt – sowohl inhaltlich als auch formal an die Stadt und ihre Festspiele gebunden. Eine musikalisch-künstlerische Tätigkeit auszuüben, sie perfekt auszuüben, das ist das Thema, das Bernhard in beiden Stücken anschlägt. Sowohl die Perfektion beherrschende, exzentrische Opernsängerin in Der Ignorant und der Wahnsinnige als auch der Cello-Perfektion erstrebende, aber nie erreichende Zirkusdirektor Caribaldi in Die Macht der Gewohnheit verkörpern den gleichen Typus: den des Künstlers, der nicht versteht, wie diese künstlerische Tätigkeit – ob erfolgreich oder erfolglos – auf seine Umwelt wirkt oder wie sie damit zurechtkommt. Die künstlerische Perfektion als Kompensation für die Unvollkommenheit der Welt, als Kontrapunkt der Notwendigkeit zum Tode, das ist es, was Bernhard in seinen Figuren thematisiert.