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Fremde Götter

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Pablo Picasso erkannte erst durch die afrikanischen Masken im Pariser Musée d’Ethnographie, worum es in der Malerei wirklich geht. Die expressionistische Künstlergruppe „Brücke“ fand Inspiration in den Völkerkundemuseen für ihre eigenen Schnitzereien und gestaltete ihre Ateliers zu exotischen Refugien. Bei ihrer Suche nach einem ekstatischen Naturzustand übersahen sie jedoch oft, dass den Objekten der Stammeskunst strenge Gestaltungsprinzipien zugrunde liegen. Die Dadaisten inszenierten sich als „wilde“ Maskenträger und verspotteten den europäischen Kulturmenschen. Für die Surrealisten waren die Kunst und Mythen Ozeaniens Medien zur Erkundung des Unbewussten. Die Rezeption der Kunst der „Naturvölker“ war nicht nur ein formaler Gegenentwurf zum bürgerlichen Geschmack, sondern auch Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Lebensreform. Rudolf Leopold sah die Kunst sogenannter „primitiver“ Ethnien als eine a priori expressionistische. Seine Sammlung umfasst über 200 seltene Ahnenfiguren, Tanzmasken, Waffen und Bauplastiken der schnitzenden Völker aus Afrika und Ozeanien. Diese Sammlung wurde von Erwin Melchardt wissenschaftlich erfasst und wird nun in ihrer vollen Bandbreite präsentiert, während sie in einen anregenden Dialog mit bedeutenden Vertretern der Moderne wie Picasso, André Derain, Amedeo Modigliani und anderen tritt.

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Fremde Götter, Hans-Peter Wipplinger

Taal
Jaar van publicatie
2016
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(Paperback),
Staat van het boek
Zeer goed
Prijs
€ 15,99

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Titel
Fremde Götter
Taal
Engels, Duits
Jaar van publicatie
2016
Formaat
Paperback
Aantal pagina's
255
ISBN10
3863359933
ISBN13
9783863359935
Reeks
Aantekening
Pablo Picasso erkannte erst durch die afrikanischen Masken im Pariser Musée d’Ethnographie, worum es in der Malerei wirklich geht. Die expressionistische Künstlergruppe „Brücke“ fand Inspiration in den Völkerkundemuseen für ihre eigenen Schnitzereien und gestaltete ihre Ateliers zu exotischen Refugien. Bei ihrer Suche nach einem ekstatischen Naturzustand übersahen sie jedoch oft, dass den Objekten der Stammeskunst strenge Gestaltungsprinzipien zugrunde liegen. Die Dadaisten inszenierten sich als „wilde“ Maskenträger und verspotteten den europäischen Kulturmenschen. Für die Surrealisten waren die Kunst und Mythen Ozeaniens Medien zur Erkundung des Unbewussten. Die Rezeption der Kunst der „Naturvölker“ war nicht nur ein formaler Gegenentwurf zum bürgerlichen Geschmack, sondern auch Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Lebensreform. Rudolf Leopold sah die Kunst sogenannter „primitiver“ Ethnien als eine a priori expressionistische. Seine Sammlung umfasst über 200 seltene Ahnenfiguren, Tanzmasken, Waffen und Bauplastiken der schnitzenden Völker aus Afrika und Ozeanien. Diese Sammlung wurde von Erwin Melchardt wissenschaftlich erfasst und wird nun in ihrer vollen Bandbreite präsentiert, während sie in einen anregenden Dialog mit bedeutenden Vertretern der Moderne wie Picasso, André Derain, Amedeo Modigliani und anderen tritt.