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Martin Gasser

    Aus der Sammlung der Fotostiftung Schweiz und des Schweizerischen Werkbunds: Bilderstreit
    Vom Staunen erzählen
    Swiss Photobooks from 1927 to the Present
    • Swiss Photobooks from 1927 to the Present

      A Different History of Photography

      • 704bladzijden
      • 25 uur lezen

      Swiss Photobooks from 1927 to the Present is the first comprehensive, trilingual, overview of the major publications that influenced Swiss photography in the 20th century. Seventy historic photographic books are introduced alongside numerous images, interpreted by expert specialists. The selected works offer a framework for a fresh look at the development of photographic styles and forms of expression, from the beginnings of modern photographic books in the 1930s to their ascendance in the present day. In-depth summaries covering the various epochs as well as a bibliography complement the chronologically laid-out essays on the individual publications.

      Swiss Photobooks from 1927 to the Present
    • Vom Staunen erzählen

      • 183bladzijden
      • 7 uur lezen

      Hans Peter Klauser (1910-1989) gehört zu jener Generation von Schweizer Fotografen, die in den dreissiger Jahren mit der wachsenden Nachfrage nach dokumentarischer Photographie ihre Chancen erkannten. Ausgebildet von Gotthard Schuh (1936-38) leistete er einen hervorragenden Beitrag zur Dokumentation des Schweizer Alltags. Feinfühlig und respektvoll erforschte Klauser vordergründig unspektakuläre Lebenswelten abseits der journalistischen Tagesaktualität, so zum Beispiel im Appenzellerland oder in der ländlichen und städtischen Industrie. In den Kriegsjahren 1939 bis 1945. erarbeitete Klauser ausserdem eindrückliche Reportagen über Flüchtlinge und Internierte in der Schweiz. Ausstellung und Katalog wollen einen Schweizer Fotografen ins Bewusstsein zurückzubringen, dessen tagebuchartige Aufzeichnungen übers Fotografieren überdies ein einzigartiges Dokument zur Schweizer Fotogeschichte darstellen. Diese Veröffentlichung über Klauser, dessen Nachlass 1998 der Schweizerischen Stiftung für die Photographie anvertraut wurde, steht am Anfang einer neuen Publikationsreihe zur Schweizer Fotografie, die sich zum Ziel setzt, die jeweiligen Rahmenbedingungen und zeitgeschichtlichen Kontexte fotografischen Schaffens miteinzubeziehen. Damit wird Fotografie nicht nur ästhetisch, sondern auch soziologisch, historisch, volkskundlich oder mediengeschichtlich erforscht.

      Vom Staunen erzählen
    • 1932 organisierte der Schweizerische Werkbund eine Ausstellung mit namhaften Schweizer Fotografen, welche die 'neue fotografie' propagierten – ein Manifest gegen die traditionellen Bildauffassungen der so genannten Piktorialisten. Die vor kurzem wieder entdeckten Originale aus jener Ausstellung geben Anlass, den Bilderstreit von damals neu zu beleuchten. Die hochkarätigen Vintageprints u. a. von Binia Bill, Hans Finsler, Herbert Matter, Gotthard Schuh, Max P. Linck, Robert Spreng und Anton Stankowski werden den Bildern von Fotografen gegenübergestellt, die mit weichen Konturen, getonten Papieren und romantischen Motiven weiterhin der Malerei des späten 19. Jahrhunderts nacheiferten (u. a. Fred Boissonnas, Johann Feuerstein, Stefan Jasienski, Emil Lüdin, Felix Marx). Weshalb lehnten sich die Avantgardisten so heftig gegen die 'Kunst'-Fotografie auf? Ausstellung und Buch führen ins Zentrum einer Kontroverse, die den Durchbruch der Moderne begleitete und die Fotografie des 20. Jahrhunderts nachhaltig prägte.

      Aus der Sammlung der Fotostiftung Schweiz und des Schweizerischen Werkbunds: Bilderstreit